(Deutsch) Aufforstung kahler Berge


by Hans-Peter Schmidt

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8 Responses to “(Deutsch) Aufforstung kahler Berge””

  1. Koloman Götzl
    Title: Dipl. Ing.

    Liebes Ithaka-Theam,
    Gratulation und Hochachtung für dieses neu Projekt der Hügelaufforstung.
    Wie alle Projekte zuvor, scheint auch dieses bis ins Kleinste durchdacht und erfogversprechend – sowohl der Umwelt als auch der Bevölkerung von nachhaltigem Nutzen. Und das obwohl die Steilheit des Hügels sicher eine zusätzliche Herausforderung ist!
    Ich freue mich als CO2-Abo-Besitzer mit einem kleinen Beitrag dabei sein zu können.
    Ich wünsche dem Team alles Gute und weiterhin soviel Mut und Kraft wie möglich zur Umsetzung so wichtiger Projekte!
    Herzliche Grüße
    Koloman Götzl

  2. Etienne
    Title:

    Guten Tag,
    ein anderes Projekt scheiterte an den Kosten der Waterboxx. Können die vereinfachten Boxen in low-tech hergestellt werden? Gibt es irgenwo eine Anleitung?
    Danke

  3. hps
    Title:

    Wir sind mit den neuen Wasserboxen leider noch nicht so schnell, wie ursprünglich gehofft, so dass wir noch keine verlässlichen Resultate aus Feldtests haben. Die original Waterbox von Groasis ist phantastisch ausgetüftelt und langjährig getestet. Das Problem ist nur, dass die Firma an jeder Box substantiell verdienen will und Angst davor hat, kopiert zu werden. So sind die Boxen, obwohl sie eingestandenermaßen die besten sind, viel zu teuer. Wir nehmen in Kauf, dass unser stark vereinfachtes System vielleicht nur halb so effizient ist, dafür aber mehr als 15 mal billiger.

    Das Grundprinzip ist ein geschlossener, eher breiter als tiefer Eimer mit einem Docht am Boden, so dass das Wasser so langsam in den Böden übergeht, dass es über Kappilarkräfte Wasser aus tieferen Bodenschichten ziehen kann. Der Deckel sollte dann so geformt sein, dass Regenwasser einfließen kann, was allerdings eine kleines Röhrchen als Wassersäule benötigt, damit das Wasser nur von unten in den Eimer gelangt, da ansonsten zu viel Wasser verdunsten würde. Um Algenwachstum zu verhindern, sollte das Wasser vor Licht geschützt werden. Einige Kohlestücken im Wasser sorgt ebenfalls für bessere Wasserqualität.
    Der Eimer wird direkt neben den gepflanzten Baum gesetzt. Der Baum sollte dann in ein Schutzmantel gesetzt werden, was nicht nur vor Verbiss schützt, sondern den Baum auch schneller zum Licht wachsen lässt.

    Sobald wir mehr Erfahrungen und Test mit dem eigenen System aus rezykliertem PET haben, werden wir diese in einem gesonderten Artikel beschreiben und die Baupläne zur Verfügung stellen.

  4. Hermann
    Title:

    Ein wahnsinnig tolles Projekt.

  5. Zoltán Debreczy
    Title:

    Ich liebe eure Projekte, Gratulation!

    Der Wasserbox -das Produkt- ist wirklich brilliant durchdacht, aber Plastik -auch wenn rezykliert- ist für mich immer nur die letzte Wahl. Haben Sie eventuell Lösungen mit Tongefäßen auch evaluiert?

  6. hps
    Title:

    Mit Tontöpfen haben wir vor einigen Jahren ebenfalls in Nepal experimentiert. Das funktionierte bei Chili und Tomaten sehr gut. Allerdings braucht es im Vergleich zur Waterbox deutlich mehr Wasser, da die Tontöpfe Wasser durch ihre Wände an die Erde abgeben (was bei Gemüse ja das Ziel ist). Bei der Waterbox tritt das Wasser ja nur über den mittigen Docht ins Erdreich, wodurch das Wasser einer Box bis zu 6 Montate ausreicht.
    Trotzdem missfällt uns der Einsatz von Kunststoffen natürlich auch, aber indem wir versuchen, zunächst eine Möglichkeit für das lokale Recycling der allgegenwärtigen PET-Fläschen zu finden, erzeugen wir nicht mehr Kunststoffe, sondern sorgen für deren Sammlung und Weiterverwendung. Man könnte die Waterbox auch aus ligninbasierten Kunststoffe oder komprimiertem Holz oder auch anderen biogenen Materialien herstellen, aber in einer Situation wie in Nepal, wo praktisch keine Möglichkeit substantieller Investitionen vorhanden ist, scheint uns Plastikrecycling vorerst eine gar nicht so schlechte Methode, um gleich jetzt schon mit der Aufpflanzung der Hügelwälder zu beginnen.
    Die Waterboxen werden nach Gebrauch natürlich wieder eingesammelt, wiederverwendet oder ihrerseits rezykliert.
    Mit besten Grüssen, Hans-Peter Schmidt

  7. Magdalena
    Title:

    Hallo,

    ich höre heute zum ersten Mal von euch und finde das Projekt wahnsinnig spannend.
    Allerdings habe ich eine Frage: Wie wählt ihr die zu pflanzenden Baumarten aus? Orientiert ihr euch da an den natürlicherweise vorkommenden Arten oder an wirtschaftlich geeigneten Bäumen?

    Wäre eine Kooperation mit Ecosia eventuell eine Möglichkeit für euch, zumindest teilweise die finanziellen Probleme mit den Wasserboxen zu lösen?

    Weiter so und gutes Gesundbleiben,

    Magdalena

  8. hps
    Title:

    … wir orientieren uns für die Hügelbewaldung schon an lokalen Baumarten, aber da es eine Mischung aus Waldgarten und Naturwald ist, pflanzen wir eben auch Kulturarten wie Kaffee, Zimt, Nussbäume sowie Pionierarten, unter denen dann auch die lokalen Baumsamen wieder keimen können. Also es ist kein Wirtschaftswald, aber auch kein reiner Wildwald. Es braucht hier einfach auch Kompromisse, um alle Partner einbinden zu können und den ökologischen und sozialen Erfolg des ganzen Projektes zu sichern.

    Einen Kontakt mit Ecosia und ähnlichen Organisationen sollten wir tatsächlich versuchen. Denn während Ecosia z.B. für Aufforstung sorgt, wo die Pflanzung und Aussaat von Bäumen vergleichsweise einfach und damit kostengünstig ist, versuchen wir uns an den schwierigen, degradierten Böden, wo jeder Baum nicht nur gepflanzt werden muss, sondern über mindestens zwei Jahre auch regelmässige Pflege braucht, was die Kosten viel höher (mindestens 10 x höher) sein lässt. Es braucht beides, die einfache Aufforstung und die schwierige.

    Mit besten Grüssen, Hans-Peter Schmidt

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