(Deutsch) Vom Teufel im Weinkorken


by Hans-Peter Schmidt

Sorry, this entry is only available in Deutsch.

(Deutsch) Vom Teufel im Weinkorken, 3.8 out of 5 based on 5 ratings

Tags: ,


Related Posts


RSS Feed for comments

5 Responses to “(Deutsch) Vom Teufel im Weinkorken””

  1. Adrian
    Title:

    Wieder einmal scheint aber doch der Schraubverschluss die Nase vorn zu haben. Zwar steht unter “Ökobilanz”, dass diese “weniger gut” sei, aber ich nehme an, dass dies ja lediglich für “Kork vs. Metall” gilt. Rechnet man 3-5% Ausschuss durch den Naturkork mit ein (der ja abgefüllt, gelagert, vergeblich transportiert werden muss), kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses Argument dann sticht, und außer der Nostalgie Unverbesserlicher bleibt dann ja kein Nachteil mehr übrig (denn die Transportschäden lassen sich sicherlich nicht mit ein wenig Know-how verhindern, wie das ja bei allen anderen Flaschen mit Schraubverschluss auch der Fall ist). Ob ich es noch einmal erlebe, dass dem subjektiven Korkgefühl der Nachrang hinter der Pragmatik gegeben wird?

  2. Hartmut Scheuring
    Title:

    Seit drei Jahren mache ich als Hobby-Ökowinzer Vergleichsversuche zwischen Schraubverschluss und Vino-Lok. Woher die Behauptung kommt, dass Vino-Lok keine Weinatmung zulässt ist mir ein Rätsel. Die von mir abgefüllten und mit Vino-Lok verschlossenen Weine alterten im Vergleich zu den mit Schraubverschluss abgefüllten wesentlich schneller! Auch ich gebe dem Schraubverschluss inzwischen den Vorrang, wobei ich anmerken muss, dass es mich bei dem Gedanken graußt, eine greifte Flasche Barolo in Zukunft vielleicht “aufdrehen” zu müssen.

  3. Hans Herrmann
    Title:

    Neue Gehversuche beim Weinflaschenverschluss sind notwendig und sinnvoll.
    Ob allerdings mit Hilfe von Polyurethanen das Problem zu lösen ist, kann ich mir nicht so recht vorstellen:
    Monomere der Polyurethane sind meines Wissens nicht unbedenklich und da beim Polymerisieren nie ein Polymerisierungsgrad von 100 % erreicht werden kann, bleiben immer ein paar Monomere übrig.
    Ob das dann so gesund ist??

  4. Rolf Cordes
    Title:

    Man muss der Firma Diam Bouchage bestätigen, dass die Weine welche mit ihrem Verschluss versehen, sind nicht die klassischen Korkfehler aufweisen.
    Also gut die “Korker” Fehlerquote wurde von 3-5% auf 0 gesenkt.
    Die Korken sind durch die gleiche Herstellung identisch.
    Der DIAM-Korken weißt eine einheitliche gravierende Geschmacksbeeinflussung bei allen Weinen auf, sprich 100%.
    Unter http://www.diam-test.info gibt es den Beleg dafür.

    Früher starben 3-5% an Pest, jetzt haben 100% Cholera.
    Das als Fortschritt zu verkaufen, grenzt an Betrug ..
    .. am Winzer, Händler und den Verbrauchern!

    Laut EG 1935/2004 ist solch eine generelle organoleptische Beeinflussung durch Verschlüsse nicht zulässig!

  5. Rolf Cordes
    Title:

    “Analysen haben gezeigt, dass bei diesem Prozess sämtliche für die „Korker” verantwortlichen TCA-Moleküle sowie über 150 verschiedene andere Moleküle ausgewaschen werden.”

    Dieses Zahlen sind nur die halbe Wahrheit und zwar die, die Diam gefällt!

    1. Bei den 150 Stoffen handelt es sich um bereits bekannte “Geruchsstoffe”, unbekannte Stoffe wurden nicht erforscht.

    2. Geschmacksstoffe wurden bei der Studie nicht gemessen. Dafür wäre ein anderes Verfahren notwendig gewesen.

    Die größte Unstimmigkeit fällt bei dem Messobjekt auf!
    Diam Bouchage hat nicht wie üblich das Endprodukt analysiert, sondern die Rückstände der Reinigung.

    Bei dem folgenden Beispiel, anhand einer Spülmaschine, wird der Widerspruch in der Vorgehensweise deutlich:

    Diam Bouchage hat nicht die Teller & Gläser untersucht, ob sie wirklich sauber sind, sondern das Waschwasser. Feste und flüssige Stoffe wurden getrennt und anschließend auf “bekannte Geruchsstoffe” analysiert.

    Jeder kennt es, Gläser die noch Schlieren aufweisen, Teller & Töpfe an den noch der ein oder andere Essensrest oder auch evtl. Spülmittelrest haftet. Diam würde die Wirksamkeit der Reinigung nur auf Grund des Geruchs bestimmen. Also wenn der Bratenrest nicht mehr riecht, ist er für Diam Bouchage nicht mehr da.

    ALSO…
    DIAM Bouchage hätte das Endprodukt und nicht die Reinigungssubstanz im Bezug Geruch und sonstiger Stoffe vermessen und mit den Ergebnissen einer Naturkorkanalyse vergleichen müssen.

    Die Analyse und den Vergleich von Diam & Nk auf sonstige Stoffe, hat Prof. Schwack für mich übernommen.

    Dabei wurde festgestellt, dass von dem Endprodukt, also dem Diam Presskorken, über 40 Stoffe in die Alkohol/Wasser Lösung übergehen,
    welche im Naturkork nur in geringerer Konzentration oder aber im NK gar nicht vorkommen.

    Wenn man dieses Ergebnis auf das Beispiel mit der Spülmaschine überträgt, gibt es auf dem Geschirr Flecken die nach dem Reinigen mit dem patentierten Diam Verfahren ganz neu auftauchen bzw. Flecken welche in der Intensität verstärkt wurden.
    Sie riechen nicht mehr, aber geschmacklich können sie durchaus aktiv Einfluss nehmen.

    DIAM Bouchage hat sich auf TCA, als riechbaren Stoff konzentriert und 150 bekannte (Geruchs-)Stoffe nebenbei mit ausgewaschen.

    Die Beeinflussung des Weingeschmackes durch TCA wird auf Grund der markanten Geruchsnote weniger thematisiert. Wenn man TCA nicht riecht, ist in der Regel auch nicht die damit verbundene Geschmacksveränderung wahrnehmbar.

    Daraus wurde die werbewirksame “sensorische Neutralität”.
    Unberücksichtigt blieb von Diam Bouchage, dass ihre Presskorken nur wirklich sensorisch neutral sind, wenn sie weder den “Geruch” und “Geschmack” noch das “Aussehen” und die “Empfindung” eines Weines verändern.

    Wenn nur in einem Punkt eine sensorische Veränderung gegeben ist,
    sind die DIAM Presskorken “nicht sensorisch neutral”!

    Sie beachteten nicht, dass es Stoffe gibt, welche nicht stark riechen, aber trotzdem den Geruch und / oder den Geschmack von Wein stark beeinflussen können.

    Fazit: Die “sensorische Neutralität” der Diam Presskorken ist ebenso eine Werbelüge, wie die “sauberen Diesel” der Automobilhersteller.

Leave a Reply