(Deutsch) Gefahren der Wunderwaffe – Biokohle in der Kritik


par Hans-Peter Schmidt

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3 Le Responses pour “(Deutsch) Gefahren der Wunderwaffe – Biokohle in der Kritik””

  1. Heiko Buresch
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    Mit der sogenannten Biokohle wird man aus meiner Sicht, die Umwelt nicht schützen. Auch wenn ich persönlich kein Ökofreak bin, so trägt diese legale Aktion nur zu noch mehr unkontrollierbarer Umweltverschmutzung bei, von den möglichen Folgen ganz zu schweigen.
    Bleibt also wieder nur die Frage, wann uns diese Seifenblase um die Ohren pfeift !

    XAR61

  2. ulrich Riemann
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    Es ist wahr, die vielen urplötzlich auftauchenden win-win-win-win Darstellungen von « Biochar » machen hochgradig misstrauisch. Dies ist allerdings vor allem darauf zurückzuführen, dass die allermeisten der Autoren sich innerhalb von Minuten vom Nichtswisser zum Superexperten entwickelt haben. Leider allerdings ohne irgendeinen nachhaltigen Wissenszuwachs.

    Ich frage mich immer wieder, wann denn endlich jemand herausfindet, dass keineswegs nur die Bewohner des Amazonasbeckens vor vielen hundert Jahren von den faszinierenden Effekten der Holzkohle im Ackerboden wussten. Jedem Farmer in Afrika ist die Methode wohlbekannt, und er weiss auch, dass man die Kohle mit lebender Biomasse vermischen muss, um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen. Tatsächlich liegt hier wirklich der Stein der Weisen vor unseren Augen, um endlich Nachhaltigkeit in die Landwirtschaft dieses Kontinents zu bringen, der die einzig reale Basis für die zukünftige Lebensmittelversorgung der Welt darstellt.

    Biochar, produziert auf die richtige Weise, wie der Autor zu recht fordert, ist in der Lage, in Kombination mit neuen Techniken der Nachhaltigkeit und dem verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, die von Kofi Annan seit Jahren geforderte « Green Revolution in Africa » Wirklichkeit werden zu lassen.

    Dies hat zunächst garnichts zu tun mit der Begrenzung der Klimakatastrophe, mögliche Carbon Credits in der Nach-Kyoto-Ära stellen allerdings einen hochwillkommenen Turboeffekt dar, unschätzbare Entwicklungsmöglichkeiten für den afrikanischen Kontinent zu realisieren. Biochar in tropischen Böden hat einen vielfach grösseren Effekt als in der humusreichen nördlichen Hemisphäre. Dies sollten zukünftige politische Rahmenbedingungen mit berücksichtigen.

    Man kann tatsächlich kein vernünftiges Gegenargument finden, Biochar so schnell wie möglich zum zentralen Element der globalen Entwicklungspolitik zu machen. Wo liegt dann die wirkliche Gefahr? Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass diese « neue » Technik erneut einigen wenigen Agrarsuperkonzernen in die Hände fällt. Diese Herrschaften haben es leider noch immer geschafft, mit oft perfiden Methoden gute Entwicklungen für ihre eigene Gewinnmaximierung zu missbrauchen.

  3. Thomas Gutmann
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    Ich bin zwar weder ein selbsternannter noch sonst ein Experte für Biokohle. doch auch ich glaube, dass der Einsatz von biokohle für die Bodenverbesserung ein wichtiges Werkzeug sein kann, um Klimaschutz zu betreiben. Dass der Kohlenstoff, der dadurch im Boden bleibt und nicht in die Atmosphäre gelangt, der wesentliche Faktor ist, das halte ich für Schwachsinn. Mein Bauchgefühl sagt mir, wenn wir das bilanzmässig durchrechnen, hätten wir Probleme irgendwoher die nötigen Mengen Biokohle herzukriegen – vielleicht hat allerdings bereits jemand diese Bilanz gemacht und belehrt mich eines besseren.
    Die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit (oder vermutlich eher deren Wiederherstellung) wäre indessen in vielen Teilen der Welt ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Landwirtschaft.
    Worin der Sinn liegen soll, Biokohle unteriridisch einzulagern, während wir weiterhin Kohle ausgraben und verbrennen, ist mir ein Rätsel…
    Ausser wir kommen an den Punkt, wo wir sagenkönnen: Wir verbrauchen so wenig Energie, dass wir anfangen können, der Erde die fossilen Brennstoffe zurückzugeben, die wir innert weniger Jahrzente für unseren Energiewahnsinn verheizt haben – aber das ist wohl noch ziemlich utopisch.
    Wie wir dafür sorgen können, dass mit « carbon credits » nicht einfach Schindluder getrieben wird, ist leider ein ganz anderes Thema. Dafür braucht es einen Bewusstseinswandel und nicht zusätzliche wirtschaftliche Investitionsmaschinerien.

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