Archiv für die Kategorie ‘Klimafarming’
Pflanzenkohle in der Geflügelhaltung
Die industrielle Geflügelhaltung kämpft vermehrt mit Krankheitsbelastungen des Tierbestandes, die häufig auf mikrobielle Erreger und Ammoniak in der Stalleinstreu zurückzuführen sind. Durch den Eintrag von hochporöser Pflanzenkohle lassen sich toxische Ammoniakbelastungen im Stall reduzieren und die Feuchtigkeit der Einstreu regulieren. Bereits nach wenigen Tagen vermindert sich der beißende Stallgeruch und ...
Terra Preta – Modell einer Kulturtechnik
Von Hans-Peter Schmidt
Das Geheimnis der Terra Preta liegt nicht nur in der Verwendung von Pflanzenkohle, sondern vor allem in einer Gesellschaftsform, die die Bedeutung geschlossener Stoffkreisläufe verinnerlicht hatte. Nur durch die gezielte Rezyklierung aller täglich anfallenden Reststoffe konnten auf den ursprünglich ärmsten Böden der Tropen Bevölkerungsdichten entstehen, die größer waren als die ...
Biokohle für Biowein – TV-Report
Von Sandra Odermatt
Eine Reportage des Schweizer Fernsehens zeigt die Herstellung von Pflanzenkohle und deren Einsatz im Weinbau. Dass Pflanzenkohle CO2 speichert und die Fruchtbarkeit der Böden verbessern kann, ist ja durchaus bekannt. Ob aber dadurch auch der Wein besser wird? Ein großer Feldversuch des Delinat-Instituts soll Antwort darauf bringen.
Klimastrategie der Schweizer Landwirtschaft
Von Hans-Peter Schmidt
Als weltweit erstes Land hat sich die Schweiz eine umfassende Klimastrategie für die Landwirtschaft verordnet. Angelegt als ein ganzheitliches Konzept, werden in dem Strategiepapier nicht nur Reduktionsziele für Klimagase gesetzt, sondern Lösungsansätze für alle großen Problemfelder der Landwirtschaft vorgegeben. Denn die Ernährungssouveränität des Landes kann angesichts der bevorstehenden Klimakrise nur ...
Chancen und Risiken von Pflanzenkohle
Von Claudia Kammann
Pflanzenkohle ist kein Wundermittel, sondern muss wie jedes neuartige Werkzeug erst geformt werden. Wenn Pflanzenkohle wirksam sein soll, benötigt sie nicht weniger Entwicklungsarbeit, als dies alle Werkzeuge und Techniken in der Menschheitsgeschichte verlangten. Es besteht die Gefahr, dass überzogene Erwartungen an ein unausgereiftes "Wundermittel" dazu führen, dass es bei ersten ...
Güllebehandlung durch Pflanzenkohle
Von Hans-Peter Schmidt
Dass es im Stall stinken muss, ist eines der ältesten Vorurteile der Geschichte. Dabei ist der Gestank von Gülle vor allem das deutlichste Anzeichen für einen völlig aus der Kontrolle geratenen Fäulnis- und Abbauprozess. Was zum Himmel stinkt, ist nicht nur eine Beleidigung für feine Bürgernasen, sondern vor allem Krankheitsherd ...
Pflanzenkohle
Von Hans-Peter Schmidt
Zwei Jahre lang galt Biokohle als ein ziemlich ungeschickter Begriff für eine der vielversprechendsten Entwicklungen in der Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts. Da Namen mitunter über das Schicksal von Dingen entscheiden, haben sich die führenden Hersteller und Forscher darauf geeinigt, den Begriff zu ändern und künftig Pflanzenkohle anstatt Biokohle zu sagen. ...
Humusaufbau statt Hungersnot
Von Hans-Peter Schmidt
Über eine Milliarde Menschen leiden weltweit an Hunger. Hauptgrund ist die Zerstörung der landwirtschaftlichen Böden durch ungeeignete Bewirtschaftungsmethoden. Zynisch predigt die Politik, dass die erwarteten 9 Milliarden Menschen nur durch Intensivierung der Landwirtschaft mit synthetischen Düngemitteln, Pestiziden, genmodifiziertem Saatgut und großen Maschinen ernährt werden können, obwohl genau das bereits heute ...
Pflanzenkohle im Weinbau – Neueste Resultate
Von Hans-Peter Schmidt und Claudio Niggli
Der Weinbau entwickelt sich immer deutlicher zur Pionierkultur der Pflanzenkohleforschung. In diesem Frühjahr wurden quer durch Europa großflächige Pflanzenkohleversuche im Weinbau angelegt. Die Hoffnungen sind groß und stützen sich nicht zuletzt auf die Resultate des bereits 2007/8 angelegten Großversuches am Delinat-Institut. Die neuesten Resultate bestätigen die Erwartungen, zeigen aber auch, ...
Wege zu Terra Preta – Aktivierung von Pflanzenkohle
Von Hans-Peter Schmidt
Pflanzenkohle ist kein Dünger, sondern vor allem ein Trägermittel für Nährstoffe sowie Habitat für Mikroorganismen. Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften rasch und effizient zur Wirkung zu bringen, muss die Pflanzenkohle zunächst aufgeladen und biologisch aktiviert werden. Neben der Vermischung der Pflanzenkohle mit Kompost gibt es zahlreiche andere Methoden der Aktivierung und ...
Pflanzenkohle – Landwirtschaft als Klimaretter – ein Jahresbericht
Von Hans-Peter Schmidt
Die energetische Effizienz der Biosphäre übersteigt nicht nur diejenige von Solarzellen, sondern auch jene von allen sonstigen CO2-Speicherverfahren. Die Landwirtschaft könnte künftig pflanzliche Prozesse gezielt nutzen, um der Atmosphäre dauerhaft CO2 zu entziehen und zugleich Energie sowie einen höchst wirksamen Bodenverbesserer in Form von Pflanzenkohle zu gewinnen.
Pflanzenkohleversuche in Kleingärten – Erste Ergebnisse
Von Claudio Niggli und Hans-Peter Schmidt
Anfang 2010 hatte das Delinat-Institut 500 Kleingärtner eingeladen, sich an einem Großversuch zum Einsatz von Pflanzenkohle zu beteiligen. Inzwischen liegen erste Ergebnisse vor. Zwar zeigten sich im Durchschnitt etwas höhere Erträge, doch die Schwankungen zwischen den Standorten und Kulturen sind erheblich. Pflanzenkohle ist kein Düngemittel, sondern ein langfristig wirkender Bodenverbesserer. ...
Richtlinien für den Einsatz von Pflanzenkohle im biologischen Anbau
Von Biochar Science Network
Um das enorme Umweltpotential der Pflanzenkohle zu nutzen, braucht es von Beginn an hohe Qualitäts- und Umweltstandards. Aus diesem Grund hat das schweizerische Biochar Science Network einen Richtlinienvorschlag für die Zertifizierung von Pflanzenkohle im biologischen Landbau erarbeitet.
Biokohle für Entwicklungsländer
Von Lukas Bühler und Hans-Peter Schmidt
Biokohle bietet Lösungsansätze für verschiedene Probleme von Bauern in tropischen Entwicklungsländern. Durch bessere Wasserspeicherung und Nährstoffversorgung kann die Biokohle die Erträge insbesondere von Kleinbauern langfristig erhöhen. Im Norden Ghanas versucht die schweizerische NGO Abokobi mit mobilen Köhleröfen den Bauern zu helfen. So können die auf dem Feld und in der ...
Die Revolution der Terra Preta
Von Ute Scheub
Die Terra Preta hat das Potenzial, mehrere Krisen gleichzeitig zu überwinden: die Klimakrise, die Hungerkatastrophe und die Hygienemisere in den Slums. Und das alles ohne Agrochemie, sondern in einer Agrarrevolution von unten. Ute Scheub besuchte einen der Wiederentdecker der Terra Preta, den Bodenkundler Haiko Pieplow, am nördlichen Rand von Berlin.
Erste HTC-Anlage in industriellem Maßstab
Von Hans-Peter Schmidt
Am 26. Oktober 2010 wurde in Karlsruhe die weltweit größte Anlage zur hydrothermalen Karbonisierung (HTC) in Betrieb genommen. Damit gelang dem Unternehmen AVA-CO2 als erstem der Schritt aus der Forschung in die industrielle Anwendung der HTC-Technologie. Mit einer Jahreskapazität von 8 400 Tonnen Biomasse demonstriert nun vorgestellte Reaktor eindrücklich, dass ...
Bio-Biokohle oder Nichtbio-Biokohle?
Von Hans-Peter Schmidt
Die Hoffnungen in die Biokohle nehmen mitunter schon fast religiöse Züge an. Doch um das enorme Umweltpotential der Biokohle tatsächlich zu nutzen, braucht es von Beginn an hohe Qualitäts- und Umweltstandards. Das Schweizerische Biokohle Forschungsnetzwerk (SBFN) hat ein Diskussionspapier für die Zertifizierung von Biokohle erarbeitet und möchte die Leser von ...
1. Deutsche Biokohle Symposium
Von Lukas Bühler
Anfang Juli 2010 fand in Bayreuth ein erstes deutschsprachiges Symposium über Biokohle statt. Auf Einladung des berühmten Terra Preta Entdeckers, Bruno Glaser, kamen über 100 Vertreter von Wissenschaft, Industrie, Landwirtschaft und Politik zusammen, um über die Chancen, aber auch die möglichen Gefahren der Biokohletechnologie zu diskutieren.
Klimafarming im Amerikanischen Senat?
Von Hans-Peter Schmidt
In den amerikanischen Senat wurde ein umfassendes Energie- und Klimagesetz eingebracht, der alles in den Schatten stellt, was in Kopenhagen, Berlin und Brüssel von Seiten der Politik für den Klimaschutz unternommen wurde. Verfasst wurde die Diskussionsvorlage bemerkenswerterweise von John Kerry, dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten, und von Joe Liebermann, der 2004 für ...
Biokohle im Weinbergboden – Einfluss auf Nährstoffdynamik und Wasserspeicherfähigkeit – Teil 1
Von Barbara Pichler
Seit 2008 wird auf den Versuchsflächen von Mythopia der Einfluss von Biokohle auf einem stark erodierten, nährstoffarmen Weinbergboden getestet. Im Rahmen dieser Langzeitstudie wurde an der Universität Zürich ein Treibhausexperiment mit Bodenproben des gleichen Weinberges durchgeführt. Erfasst wurden die Auswirkungen zweier unterschiedlich gealterter Biokohlen auf das Pflanzenwachstum, die Nährstoffverfügbarkeit sowie ...
Biokohle im Naturgarten – Erfahrungsbericht
Von Andreas Thomsen
Biokohle ist nicht nur eine der größten Hoffnungen für eine nachhaltige Zukunft der Landwirtschaft und die Rettung des Klimas, sondern bewirkt auch im Kleingarten und sogar im Balkonkasten wahre Wunder. Andreas Thomsen hat seinen Hausgarten zu einem wahren Forschungslabor für Biokohle umgewandelt. Im Interview mit Ithaka spricht er über seine ...
Europas erste Biokohle-Produktion geht in Betrieb
Von Hans-Peter Schmidt
Die energetische Effizienz der Biosphäre übersteigt nicht nur diejenige von Solarzellen, sondern auch jene von allen sonstigen CO2-Speicherverfahren. Die Firma Swiss-Biochar nutzt diesen natürlichen Prozess, um der Atmosphäre CO2 zu entziehen und zugleich Energie sowie einen höchst wirksamen Bodenverbesserer zu gewinnen. Am Freitag, 16. April 2010, wurde in Lausanne Europas ...
Agroforestry – Die Rückkehr der Biodiversität in die traditionelle Landwirtschaft
Von Daisy Liebau und Burkhard Kayser
Weinberge und Obstplantagen lassen sich erstaunlich schnell und vor allem wirtschaftlich sinnvoll nach den Methoden des Klimafarmings umstellen. Doch wie ließe sich solch ein Konzept auch im traditionellen Feldbau umsetzen? Das Geheimnis liegt in der Verbindung von Feldern, Hecken und Bäumen.
Terra Preta: Modell für regionale Stoffströme
Von Haiko Pieplow
Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist eine zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Das gilt insbesondere für die derzeitigen Strukturen zur Entsorgung organischer Reststoffe in urbanen Räumen. Der Blick zurück in frühere Hochkulturen zeigt, dass es bereits effizientere Konzepte bei der Nutzung von organischen Ressourcen gab, die mit den gegenwärtig vorhandenen ...








