Archiv für die Kategorie ‘Weinbau und Oenologie’


Die Kunst gezielter Oxidation – Teil 2: Wirkung von Sauerstoff auf die Gärung
Von Volker Schneider

Gärung und Sauerstoff gelten in der Weinbereitung als Gegensätze, weshalb die meisten Weinmacher bereits den Most vor jedem Sauerstoffkontakt schützen. Doch um die Gärung einzuleiten und die Hefen zu aktivieren, braucht es Sauerstoff. Wer also dem gärenden Wein keine Lüftung gewährt, behindert die Natur bei ihrer Arbeit und wird mit ...

Was macht der Schwefel im Wein?
Von Volker Schneider

99,5% aller Winzer behaupten, ohne SO2 ließe sich kein trinkbarer Wein keltern. Aber was machen die berühmt berüchtigten Sulfite tatsächlich im Wein? Kann man wirklich nicht auf sie verzichten? Und wie lassen sich zumindest die Mengen des Schwefels im Wein reduzieren.

Laubfärbung – Funktionen des ästhetischen Meisterwerks
Von Claudio Niggli

Der Laubfall ist eine logistische Meisterleistung der Pflanzen. An langen, warmen Sommertagen arbeiten die Blätter gleich einer von Sonnenergie betriebenen Zuckerfabrik. Doch im kalten Herbst, wenn die Sonne quasi den Strom abschaltet, werden in den Blättern die Werkbänke abgeschraubt und Kurzarbeit eingeführt.

Ökologische Dienstleistungen
Von Julia Steil

Seit jeher bezogen Menschen aus ihrer Umwelt die für ihr Überleben wichtigen Güter. Lange Zeit wurde angenommen, dass diese „Dienstleistungen der Natur" gratis und unerschöpflich seien. Inzwischen aber hat man erkannt, dass dem nicht so ist. Der Eingriff des Menschen in die Ökosysteme der Erde ist so gravierend geworden, dass ...

Mischkulturen – ein weltweites Erfolgsrezept
Von Daniel Hillel & Cynthia Rosenzweig

Die Geschichte der Landwirtschaft ist eine Geschichte der Mischkulturen und wird es hoffentlich auch in Zukunft wieder sein. Überall auf der Welt, wo großflächig Mischkulturen angelegt wurden, konnten nicht nur die Erträge deutlich erhöht, sondern vor allem auch schrittweise auf Pestizide verzichtet werden. Anhand eines bahnbrechenden Großversuchs im chinesischen Reisanbau ...

Biokohle für Biowein – TV-Report
Von Sandra Odermatt

Eine Reportage des Schweizer Fernsehens zeigt die Herstellung von Pflanzenkohle und deren Einsatz im Weinbau. Dass Pflanzenkohle CO2 speichert und die Fruchtbarkeit der Böden verbessern kann, ist ja durchaus bekannt. Ob aber dadurch auch der Wein besser wird? Ein großer Feldversuch des Delinat-Instituts soll Antwort darauf bringen.

Vom Sinn der Austriebsspritzung im Weinbau
Von Hans-Peter Schmidt und Claudio Niggli

Kurz bevor die Knospen der Reben austreiben und die ersten zarten Blätter zu wachsen beginnen, laden viele Winzer ihre Kanonen, um auf Milben zu schießen. Tatsächlich überwintern gefürchtete Spinnmilbenarten sowie Fäden des Oidiumpilzes in den Knospen, so dass eine rechtzeitige Behandlung durchaus sinnvoll ist. Nebelt man jedoch, nur um die ...

Wie viel Bentonit braucht der Wein?
Von Volker Schneider

Die Behandlung von Most und Wein mit Bentonit ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Bentonit ist eine natürliche Mineralerde und das einzig sichere Mittel zur Verhinderung der gefürchteten Eiweißtrübungen im Weißwein. Dennoch lehnen manche Winzer diesen Eingriff in die natürliche Zusammensetzung des Weins ab und stellen die Notwendigkeit der Eiweißstabilität schlechthin ...

Vielfältiges Leben in und auf den Blättern der Rebe
Von Claudio Niggli und Hans-Peter Schmidt

Verborgen vor dem bloßen Auge wimmelt es auf Blüten und Blättern von unzähligen winzigen Lebewesen. Ein ungeheuer komplexes Universum, von dem bis vor kurzem noch wenig bekannt war. Dabei hängt die Gesundheit einer Pflanze ganz entscheidend von ihrem Zusammenspiel mit all diesen Mikroorganismen ab. Wer blindlings einige Schädlinge mit Pestiziden ...

Wie Pestizide und Dünger das biologische Gleichgewicht stören
Von Claudio Niggli und Samuel Kipfer

Fungizide, wie sie im Weinbau gespritzt werden, töten nicht nur die drei gefürchteten Schadpilze der Rebe, sondern sind tödlich auch für unzählige nützliche Pilze und Bakterien auf Blättern, Früchten und vor allem im Boden. Jede Pflanzenschutzspritzung gefährdet die fragile Balance zwischen Pflanzen und Mikroorganismen. So schwindet auch die natürliche Widerstandskraft ...

Erhöhung des Wasserhaushalts von Weinbergsböden durch Begrünung und Biokohle
Von Claudio Niggli und Hans-Peter Schmidt

Kahl und ungeschützt liegen die Weinberge Südeuropas unter der heißen Sommersonne. Die Böden sind so stark erodiert, verdichtet und biologisch verarmt, dass sie keine Begrünung mehr tragen können, ohne die Rebe durch Wasserstress zu gefährden. Eine strategisch durchdachte Kombination von Begrünung, Minimalbewässerung und Biokohle könnte diese Böden innerhalb von fünf ...

Begrünung in den Weinbergen Südeuropas
Von Claudio Niggli

Lange galt die Begrünung der trockenen, extrem sommerheißen Weinberge Südeuropas als schädlich für den Wein. Triste Monokulturen ohne Blumen und Schmetterlinge waren die Folge. Doch dank einer neu entwickelten Begrünungsstrategie lässt sich die Biodiversität und die Qualität der Böden nunmehr auch in südeuropäischen Weinbergen deutlich erhöhen. Im Herbst 2010 begann ...

Hochwertige Weißweine: Qualität durch Minimalbehandlung
Von Volker Schneider

Qualität wird im Weinberg erzeugt. Im Keller wird sie, je nach Einzelfall, erhalten, verfeinert oder zerstört. Was die Traube an Weininhaltsstoffen nicht mitbringt, kann durch kellertechnische Behandlung nicht oder nur notdürftig eingebracht werden. Besonders im Bereich der sensiblen Weißweine können zahlreiche der als Routine durchgeführten Behandlungsmaßnahmen der Qualität sogar abträglich ...

Biologische Hotspots im Weinberg
Von Hans-Peter Schmidt und Claudio Niggli

Großstädte führen vor, dass die Anlage von biologischen Heißzonen die Biodiversität und Lebensqualität entscheidend erhöht. Das Konzept lässt sich mit einigen Anpassungen auch auf die Landwirtschaft übertragen. Mit geringen Kosten und nur 1% der landwirtschaftlichen Fläche könnte der fortschreitende Verlust an Biodiversität markant abgebremst werden.

Biologische Heißzonen – Teil 1: Biodiversität der Städte rettet Natur vor der Landwirtschaft
Von Hans-Peter Schmidt

Während auf dem Land das Bienensterben immer katastrophalere Ausmaße annimmt, erfreuen sich derweil die Bienen in unseren Großstädten bester Gesundheit und bringen hohe Erträge. Den Menschen geht es ähnlich: In modernen Städten ist die Lebenserwartung deutlich höher als auf dem Lande. Anstatt Erholung in frischer Landluft zu suchen, wird man ...

Die Kunst gezielter Oxidation – Teil 3: Sauerstoff im Weißwein und oxidative Alterung
Von Volker Schneider

In den verschiedenen Phasen der Weinbereitung zeigt der Zutritt von Sauerstoff unterschiedliche Auswirkungen auf das Produkt, welche dem oberflächlichen Betrachter teilweise widersprüchlich erscheinen mögen. Nicht immer führt er zu einer der Qualität abträglichen Oxidation. In Abhängigkeit von Art und Entwicklungsphase des Weins ergeben sich unterschiedliche chemische Reaktionen und sensorische Konsequenzen. 

Naturwein – bloße Mode oder Kunst ?
Von Claudio Niggli

Wein ist Geschmackssache. Geschmackliche Vorlieben aber sind nicht nur genetisch vorbestimmt, sondern werden stark durch Gewöhnung und (mangelnde) Erziehung beeinflusst. Natürlich produzierte Weine haben in dieser Hinsicht einen mitunter schweren Stand, denn die Vorlieben vieler Konsumenten sind von linientreu aromatisierten Weinen geprägt.

Schonendes Pflanzen von Jungreben
Von Claudio Niggli

Ein unachtsamer Umgang mit Jungreben hat Wachstumsverzögerungen zur Folge. Mit der richtigen Pflanztechnik können Jungreben rasch Fuß fassen und ein gesundes Wurzelsystem ausbilden. So kann in der Jugendentwicklung ein deutlicher Vorsprung auf konventionell gepflanzte Reben erreicht werden. Mit der Beimpfung der Wurzeln durch Mykorrhiza-Pilze lässt sich die Nährstoffversorgung und pflanzeneigene ...

Permakultur – Regionale Nachhaltigkeit statt globale Industrialisierung
Von Thomas Löliger

Permakultur ist ein relativ neuer Begriff, der an altes Wissen anknüpft. Und ist eine Antwort auf eine immer naturfeindlichere Landwirtschaft und Lebensweise. Im Zentrum stehen kurze Stoffkreisläufe und der Aufbau von stabilen Ökosystemen. Ein Landwirt und ein Umweltnaturwissenschafter berichten über ihre Erfahrungen mit Permakultur.

Herbstbilder von einem Weinberg in Biodiversität
Von Patrick Rey

In Mythopia ging diese Woche die Weinlese in ihre turbulente Phase. Traumhaftes Herbstwetter und Pinot Noir vom Feinsten machte sie zur schönsten und zugleich anstrengendsten Zeit des Jahres. Alle Mitarbeiter des Delinat-Instituts und auch die Redaktion des Ithaka-Journals mussten mithelfen. Die Büros blieben leer und der geplante Artikel ...

Weizen unter Kirschbäumen – Agroforst in der Schweiz
Von Thomas Löliger

Bäume im Ackerland ziehen nicht nur das Auge und Herz an, sondern sind vor allem ein Gebot der wirtschaftlichen und ökologischen Vernunft. Zahlreiche Studien zeigen, was die Vorväter schon immer wussten: Bäume sind die Dirigenten landwirtschaftlicher Ökosysteme. In der Schweiz werden solche Agroforst-Konzepte mittlerweile ernsthaft diskutiert und erste Bauern pflanzen ...

Pilze als Partner: Mykorrhiza im Weinbau
Von Claudio Niggli

Durch die Partnerschaft mit Mykorrhizen könnte die Rebe so widerstandsfähig gegen den Befall von Parasiten werden, dass Pestizide nahezu überflüssig würden. Zudem würden auch die Weine gehaltvoller, gesünder und einfach besser. Am Delinat-Institut laufen nun erste Feldversuche mit Mykorrhiza-Inokulationen an. Gesunde Böden strotzen vor ungeahnter Aktivität und zeichnen sich durch ...

Die Kunst gezielter Oxydation – Teil 1: Mostoxidation
Von Volker Schneider

Sobald die Trauben geerntet werden, ist es vorbei mit ihrem schönen Leben an frischer Luft. Der Kellermeister setzt seinen ganzen Ehrgeiz daran, den Traubensaft von der ersten Minute an bis zur Abfüllung in Flaschen vor Luftkontakt zu schützen. Dabei entscheidet gerade der gezielt dosierte Einsatz von Sauerstoff über die aromatische ...

Wein der Wikinger
Von Yörn Kreib

Der Klimawandel macht’s möglich: Dänemark, Schweden und Finnland entwickeln sich zu Weinbaunationen. So zählt der dänische Winzerverband schon über 1300 Mitglieder. Und ihre Weine lassen sich sehen! Denn offenbar stützen sie sich auf eine alte Kunst der Wikinger, die nicht nur Amerika entdeckten, sondern ihren sandigen Böden erstaunlichste Geheimnisse ablockten.

Monsanto-Gentechpflanzen für giftresistente Schädlinge
Von Global 2000, PAN und HPS

“Die Heilsversprechungen der Gentech-Lobby verkehren sich ins Gegenteil. Anstatt die Schadinsekten zu eliminieren, werden zunehmend die Schädlinge gegen das in Gentech-Pflanzen gebildete Gift resistent“, warnt Jens Karg, Sprecher von GLOBAL 2000. Zusätzlich zur Ausbreitung von resistenten Superunkräutern, belegt die Studie, dass in nur drei Jahren die Anzahl der resistenten Baumwollkapselbohrern ...

Saatmischungen für Weinbergsbegrünung
Von Claudio Niggli

Die richtige Begrünung ist der Schlüssel zu lebendigen Böden und einer optimalen Versorgung der Rebe mit Nährstoffen. Ein vielfältiger Bewuchs erhöht aber auch die Biodiversität um ein Mehrfaches und stabilisiert so das Ökosystem. Das Delinat-Institut hat artenreiche Leguminose-Saatmischungen für den Wein- und Obstbau entwickelt. Diese sind nun im Handel erhältlich. ...

Leguminosenbegrünung im Weinberg – Kurzform
Von Claudio Niggli, Hans-Peter Schmidt, Jonathan Tudor

In den vergangenen Jahren wurden am Delinat-Institut die Einflüsse von Begrünungsvarianten ohne Bodenbearbeitung auf verschiedene Parameter der Rebkultur wie Bodenwerte, Blattstickstoff und Traubenaromatik untersucht. Die untersuchten Flächen mit Gründüngung wurden jeweils mehrmals pro Jahr geschnitten bzw. gewalzt und der natürlichen Humifizierung und Mineralisation überlassen. Wir dürfen annehmen, dass in permanent ...

PIWIs werden salonfähig – Regent, Solaris, Lunaris & CO
Von Reinhard Eichelbeck

Mehr als 70 Jahre lang wurden sie gelegentlich angebaut, aber meist verboten. Von ihren Befürwortern heimlich gehegt und gepflegt, von ihren Gegnern verachtet und verleumdet: Pilzresistente „Bastarde“ aus Kreuzungen von amerikanischen und europäischen Reben. Inzwischen haben sie sich emanzipiert, haben ihren guten Geschmack in zahlreichen Blindverkostungen bewiesen und ihre ökologischen ...

Bodenleben – Biodiversität als landwirtschaftliche Methode (Teil 3)
Von Claudio Niggli

Das Leben unterhalb und oberhalb der Bodenoberfläche sind untrennbar miteinander verbunden. Vitale Böden sind ein unglaublich komplexes und artenreiches Gefüge aus lebenden Organismen, mineralischer Materie und toter organischer Substanz. Sie bilden die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum mit weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen und einem funktionierenden Kommunikationsnetzwerk.

Aussaat von Weinbergspfirsichen für 1000 Winzer
Von Claudio Niggli

Das Echo auf den Aufruf war überwältigend. Mehr als 5000 Pfirsichkerne wurden im Rahmen des Projektes zur Wiederansiedlung der Weinbergpfirsiche eingesandt. Fast alle Schweizer Weinregionen sind vertreten, einige Steine haben auch Landesgrenzen überwunden. Die meisten Samen schlummern nun bereits im Erdboden und warten auf den Frühling.

Rolojack – der Schlüssel zu gezielter Begrünung
Von Hans-Peter Schmidt

Der Rolojack ist weit mehr als eine simple Landmaschine, sondern ein Schlüsselelement im ökologisch nachhaltigen Weinbau. Dank des Rolojacks wird eine gezielte, saisonal flexible Begrünungsstrategie im Weinberg und anderen Reihenkulturen möglich.

Gesunder Genuss durch phenolische Vielfalt in Bio-Weinen
Von Reinhard Eichelbeck

Im Wein steckt nicht nur Wahrheit, wie die alten Römer meinten, sondern auch eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, Polyphenolen vor allem, die potente Antioxidantien sind. Ihre positive Wirkung auf unsere Gesundheit ist mittlerweile unbestritten - und die Bioweine enthalten mehr davon, als die konventionell angebauten.

Biodiversität als landwirtschaftliche Methode (Teil 1)
Von Hans-Peter Schmidt

Biodiversität ist nicht nur ein ästhetisches Prinzip für Naturliebhaber, sondern die Grundlage aller Lebensprozesse. Die lineare Denkweise der konventionellen Landwirtschaft hat dies lang ignoriert. Doch angesichts der katastrophalen Folgen für die Umwelt und die Nahrungsqualität, hat auch in der Landwirtschaft ein Umdenken begonnen. Mit dem vorliegenden Artikel

Bienen im Weinbau – Erste Ergebnisse
Von Claudio Niggli und Fabian Nürnberger

Mit der Integration von Bienenstöcken in die Rebkulturen begeht das Delinat-Institut unkonventionelle Wege. Ob und inwiefern Honigbienen für das Ökosystem Rebberg von Nutzen sind, wird laufend beobachtet. Im Zentrum stand bisher ein Versuch, durch den

Aromatische und phenolische Traubenreife
Von Volker Schneider

Jeder weiß es: Mit steigendem Ertrag fällt die Qualität. Das Menge-Güte-Gesetz ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Doch seine reale Bedeutung ist manchen Erzeugern aus dem Bewusstsein gerückt. Anders ist es nicht zu erklären, dass im Einzelfall immer noch weit über 150 hL/ha eingebracht werden. In vielen Ländern können solche ...

Mozart für Reben
Von Hans-Peter Schmidt

Wenn wilder Oregano und Thymian in voller Blüte zwischen den Rebzeilen leuchten, kommt für den Winzer die Zeit, wo er für seine Reben nicht mehr allzu viel tun kann, außer den Trauben bei der Reifung zuzusehen. Es sei denn, er stelle Lautsprecher auf und spiele den Reben aller Stunden Mozarts ...

Charta für Weinberge in Biodiversität
Von Hans-Peter Schmidt

Das zentrale Prinzip der neuen Methoden qualitätsorientierten Weinbaus basiert auf der gezielten Förderung der Biodiversität. Dies jedoch erklärt sich nur indirekt aus der eher ästhetischen Vorgabe, dass es im Weinberg nach Blüten duften soll und dass Grasshüpfer springen, sondern vor allem daraus, dass der Weinberg als ein Ökosystem begriffen wird, ...

1000 Weinbergpfirsiche für Schweizer Winzer
Von Claudio Niggli

Die Geschichte des europäischen Weinbaus war lange untrennbar mit dem Weinbergpfirsich verbunden. Im Frühjahr duftete seine rosa Blüte über den noch schlummernden Reben, im Sommer verführte seine herrlich saftige Frucht, im Frühherbst bot er singenden Zugvögeln Rast. Doch in den letzten 40 Jahren ist dieser traditionsreiche Baum beinahe gänzlich aus ...

Nisthilfen für Wildbienen im Weinberg
Von Claudio Niggli

Der übermässige Ordnungssinn der Menschen entzieht Wildbienen und anderen nützlichen Insekten ihre Lebensräume. Doch schon mit einfachen Materialien lassen sich Insektenhotels bauen und für zahlreiche Arten optimale Lebensbedingungen schaffen. Solche Nisthilfen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch schön anzusehen.

Schmetterlinge – Ökologische Wahrsager im Weinberg
Von Hans-Peter Schmidt

Schmetterlinge gehören durch die Farbspiele ihrer Flügel zu den größten Täuschungskünstlern der Natur. Doch zugleich gehören sie auch zu den unhintergehbaren Wahrsagern. Denn wo es - wie in den meisten Weinbergen, Obstplantagen, Kartoffelackern und Getreidefeldern - keine Schmetterlinge mehr gibt, braucht es keine Biokontrolle: Ihre Abwesenheit ist ein untrügliches Anzeichen ...

Bodenleben und Pflanzenschutz: Kompostextraktion
Von Claudio Niggli

Das Leben in gesunden Böden ist von stupender Artenvielfalt, die für die Stabilität landwirtschaftlicher Ökosysteme von entscheidender Bedeutung ist. Durch gezielten Einsatz von Kompost und Kompostextrakten lässt sich die Bodenaktivität günstig beeinflussen. Neue Versuche haben nunmehr ergeben, dass Kompostextrakte auch gegen Blattkrankheiten wie Mehltau wirksam sind.

Könige im Reich der biologischen Vielfalt – ein Ithaka Kommentar
Von Hans-Peter Schmidt

Pflanzen sind im Grunde wie Könige. Ohne sich selbst zu bewegen, halten sie sämtliche Fäden ihres Lebensnetzes in der Hand. Fest und herrschaftlich sitzen sie auf ihrem Thron, subtil und unscheinbar organisieren sie ihr Reich. Nur langsam kommt die Wissenschaft den internen Kommunikationswegen der Pflanzen auf die Spur und entdeckt, ...

Wie Pflanzen kommunizieren
Von Frantisek Baluska im Interview mit Daniel Bach

Wer denkt, dass Pflanzen einfach vor sich hin wachsen, irrt gewaltig. Sie riechen, schmecken und spüren selbst feinste Veränderung in ihrer Umgebung. Und sie kommunizieren unentwegt mit anderen Pflanzen und Tieren. Beides mit dem gleichen Ziel: das Überleben zu sichern.

Weniger Spritzmittel durch Wetterkunde
Von Claudio Niggli

Falscher und Echter Mehltau können komplette Weinernten zerstören, weshalb Winzer lieber einmal mehr als einmal zu wenig spritzen. Dabei lässt sich aus den Daten lokaler Wetterstationen sehr genau berechnen, wann tatsächlich Gefahr durch Mehltaupilze droht. Doch statt der Wissenschaft und ihrem Auge vertrauen die Winzer meist lieber den Spritzplänen der ...

Honigbienen im Weinbau: Das Experiment
Von Claudio Niggli

In den Rebbergen von Mythopia läuft zurzeit ein Versuch, durch den nachgewiesen werden soll, dass sich durch die Anwesenheit von Bienen im Weinberg der Befall durch Traubenwickler erheblich reduzieren lässt.

Frühling auf Mythopia
Von Hans-Peter Schmidt

Bereits an den ersten sonnigen Tagen im Februar, als an den steilen Südlagen der Schnee schmolz, begannen Luzerne und Klee den Boden in sattes Grün zu tauchen. Schon Ende März grasten die Schwarznasenschafe zwischen den Reben, während auf den Parzellen der konventionellen Nachbarn erst spät im April der erste grüne ...

Wenn Pflanzen um Hilfe rufen
Von Michael Rostás im Interview mit Tim Caspar Böhme

Pflanzen sind in der Lage, sich gegen Schädlinge zu wehren. Manchmal setzen sie Gifte ein, um den Angreifer in Schach zu halten. Noch raffinierter sind Strategien, bei denen die Pflanze fremde Hilfe ruft und gezielt Insekten anlockt. Der Biologe Michael Rostás von der Universität Würzburg untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen ...

Aronia – oder der Glaube an Wunder
Von Hans-Peter Schmidt

Der Nektar von Aroniabeeren gehört ebenso wie Biokohle, Kernfusion, Elektroautos und nikotinfreie Zigaretten zu den Wundermitteln, die uns, wenn wir zu stark daran glauben, von den eigentlichen Problemen des Planeten und der Gesundheit ablenken. Doch sollte uns dies nicht daran hindern, die Chancen zu nutzen, die aus dem Einsatz von ...

Winzerseminar auf Château Duvivier
Von Hans-Peter Schmidt

Das renommierte Delinat Winzerseminar auf Château Duvivier widmete sich dieses Jahr den anspruchsvollen Inhalten der 2ten Biorevolution. Aktivierung des Bodenlebens, Biodiversität, Mischkulturen, phytotherapeutischer Pflanzenschutz und Klimafarming standen während der drei Tage in Vorträgen und Workshops zum Thema.

Unsichtbar, Unhörbar, Unverstanden – Leben im Boden
Von Hans-Peter Schmidt im Interview mit Ken Payton

„Sie müssen sich die Arbeit des Pfluges wie einen Analphabeten in der Bibliothek von Alexandria vorstellen, der alle Bücher aus den Regalen schleudert und die herausgerissenen Seiten gleichmäßig über den Boden verteilt." - sagt Hans-Peter Schmidt in seinem Interview über das filigrane Netz des Lebens unter der Erdoberfläche.