Archiv für die Kategorie ‘Weinbau und Oenologie’


Saatmischungen für Weinbergsbegrünung
Von Claudio Niggli

Die richtige Begrünung ist der Schlüssel zu lebendigen Böden und einer optimalen Versorgung der Rebe mit Nährstoffen. Ein vielfältiger Bewuchs erhöht aber auch die Biodiversität um ein Mehrfaches und stabilisiert so das Ökosystem. Das Delinat-Institut hat artenreiche Leguminose-Saatmischungen für den Wein- und Obstbau entwickelt. Diese sind nun im Handel erhältlich. ...

Leguminosenbegrünung im Weinberg – Kurzform
Von Claudio Niggli, Hans-Peter Schmidt, Jonathan Tudor

In den vergangenen Jahren wurden am Delinat-Institut die Einflüsse von Begrünungsvarianten ohne Bodenbearbeitung auf verschiedene Parameter der Rebkultur wie Bodenwerte, Blattstickstoff und Traubenaromatik untersucht. Die untersuchten Flächen mit Gründüngung wurden jeweils mehrmals pro Jahr geschnitten bzw. gewalzt und der natürlichen Humifizierung und Mineralisation überlassen. Wir dürfen annehmen, dass in permanent ...

PIWIs werden salonfähig – Regent, Solaris, Lunaris & CO
Von Reinhard Eichelbeck

Mehr als 70 Jahre lang wurden sie gelegentlich angebaut, aber meist verboten. Von ihren Befürwortern heimlich gehegt und gepflegt, von ihren Gegnern verachtet und verleumdet: Pilzresistente „Bastarde“ aus Kreuzungen von amerikanischen und europäischen Reben. Inzwischen haben sie sich emanzipiert, haben ihren guten Geschmack in zahlreichen Blindverkostungen bewiesen und ihre ökologischen ...

Bodenleben – Biodiversität als landwirtschaftliche Methode (Teil 3)
Von Claudio Niggli

Das Leben unterhalb und oberhalb der Bodenoberfläche sind untrennbar miteinander verbunden. Vitale Böden sind ein unglaublich komplexes und artenreiches Gefüge aus lebenden Organismen, mineralischer Materie und toter organischer Substanz. Sie bilden die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum mit weitgehend geschlossenen Nährstoffkreisläufen und einem funktionierenden Kommunikationsnetzwerk.

Aussaat von Weinbergspfirsichen für 1000 Winzer
Von Claudio Niggli

Das Echo auf den Aufruf war überwältigend. Mehr als 5000 Pfirsichkerne wurden im Rahmen des Projektes zur Wiederansiedlung der Weinbergpfirsiche eingesandt. Fast alle Schweizer Weinregionen sind vertreten, einige Steine haben auch Landesgrenzen überwunden. Die meisten Samen schlummern nun bereits im Erdboden und warten auf den Frühling.

Rolojack – der Schlüssel zu gezielter Begrünung
Von Hans-Peter Schmidt

Der Rolojack ist weit mehr als eine simple Landmaschine, sondern ein Schlüsselelement im ökologisch nachhaltigen Weinbau. Dank des Rolojacks wird eine gezielte, saisonal flexible Begrünungsstrategie im Weinberg und anderen Reihenkulturen möglich.

Gesunder Genuss durch phenolische Vielfalt in Bio-Weinen
Von Reinhard Eichelbeck

Im Wein steckt nicht nur Wahrheit, wie die alten Römer meinten, sondern auch eine ganze Reihe von sekundären Pflanzenstoffen, Polyphenolen vor allem, die potente Antioxidantien sind. Ihre positive Wirkung auf unsere Gesundheit ist mittlerweile unbestritten - und die Bioweine enthalten mehr davon, als die konventionell angebauten.

Biodiversität als landwirtschaftliche Methode (Teil 1)
Von Hans-Peter Schmidt

Biodiversität ist nicht nur ein ästhetisches Prinzip für Naturliebhaber, sondern die Grundlage aller Lebensprozesse. Die lineare Denkweise der konventionellen Landwirtschaft hat dies lang ignoriert. Doch angesichts der katastrophalen Folgen für die Umwelt und die Nahrungsqualität, hat auch in der Landwirtschaft ein Umdenken begonnen. Mit dem vorliegenden Artikel

Bienen im Weinbau – Erste Ergebnisse
Von Claudio Niggli und Fabian Nürnberger

Mit der Integration von Bienenstöcken in die Rebkulturen begeht das Delinat-Institut unkonventionelle Wege. Ob und inwiefern Honigbienen für das Ökosystem Rebberg von Nutzen sind, wird laufend beobachtet. Im Zentrum stand bisher ein Versuch, durch den

Aromatische und phenolische Traubenreife
Von Volker Schneider

Jeder weiß es: Mit steigendem Ertrag fällt die Qualität. Das Menge-Güte-Gesetz ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit. Doch seine reale Bedeutung ist manchen Erzeugern aus dem Bewusstsein gerückt. Anders ist es nicht zu erklären, dass im Einzelfall immer noch weit über 150 hL/ha eingebracht werden. In vielen Ländern können solche ...

Mozart für Reben
Von Hans-Peter Schmidt

Wenn wilder Oregano und Thymian in voller Blüte zwischen den Rebzeilen leuchten, kommt für den Winzer die Zeit, wo er für seine Reben nicht mehr allzu viel tun kann, außer den Trauben bei der Reifung zuzusehen. Es sei denn, er stelle Lautsprecher auf und spiele den Reben aller Stunden Mozarts ...

Charta für Weinberge in Biodiversität
Von Hans-Peter Schmidt

Das zentrale Prinzip der neuen Methoden qualitätsorientierten Weinbaus basiert auf der gezielten Förderung der Biodiversität. Dies jedoch erklärt sich nur indirekt aus der eher ästhetischen Vorgabe, dass es im Weinberg nach Blüten duften soll und dass Grasshüpfer springen, sondern vor allem daraus, dass der Weinberg als ein Ökosystem begriffen wird, ...

1000 Weinbergpfirsiche für Schweizer Winzer
Von Claudio Niggli

Die Geschichte des europäischen Weinbaus war lange untrennbar mit dem Weinbergpfirsich verbunden. Im Frühjahr duftete seine rosa Blüte über den noch schlummernden Reben, im Sommer verführte seine herrlich saftige Frucht, im Frühherbst bot er singenden Zugvögeln Rast. Doch in den letzten 40 Jahren ist dieser traditionsreiche Baum beinahe gänzlich aus ...

Nisthilfen für Wildbienen im Weinberg
Von Claudio Niggli

Der übermässige Ordnungssinn der Menschen entzieht Wildbienen und anderen nützlichen Insekten ihre Lebensräume. Doch schon mit einfachen Materialien lassen sich Insektenhotels bauen und für zahlreiche Arten optimale Lebensbedingungen schaffen. Solche Nisthilfen sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch schön anzusehen.

Schmetterlinge – Ökologische Wahrsager im Weinberg
Von Hans-Peter Schmidt

Schmetterlinge gehören durch die Farbspiele ihrer Flügel zu den größten Täuschungskünstlern der Natur. Doch zugleich gehören sie auch zu den unhintergehbaren Wahrsagern. Denn wo es - wie in den meisten Weinbergen, Obstplantagen, Kartoffelackern und Getreidefeldern - keine Schmetterlinge mehr gibt, braucht es keine Biokontrolle: Ihre Abwesenheit ist ein untrügliches Anzeichen ...

Bodenleben und Pflanzenschutz: Kompostextraktion
Von Claudio Niggli

Das Leben in gesunden Böden ist von stupender Artenvielfalt, die für die Stabilität landwirtschaftlicher Ökosysteme von entscheidender Bedeutung ist. Durch gezielten Einsatz von Kompost und Kompostextrakten lässt sich die Bodenaktivität günstig beeinflussen. Neue Versuche haben nunmehr ergeben, dass Kompostextrakte auch gegen Blattkrankheiten wie Mehltau wirksam sind.

Könige im Reich der biologischen Vielfalt – ein Ithaka Kommentar
Von Hans-Peter Schmidt

Pflanzen sind im Grunde wie Könige. Ohne sich selbst zu bewegen, halten sie sämtliche Fäden ihres Lebensnetzes in der Hand. Fest und herrschaftlich sitzen sie auf ihrem Thron, subtil und unscheinbar organisieren sie ihr Reich. Nur langsam kommt die Wissenschaft den internen Kommunikationswegen der Pflanzen auf die Spur und entdeckt, ...

Wie Pflanzen kommunizieren
Von Frantisek Baluska im Interview mit Daniel Bach

Wer denkt, dass Pflanzen einfach vor sich hin wachsen, irrt gewaltig. Sie riechen, schmecken und spüren selbst feinste Veränderung in ihrer Umgebung. Und sie kommunizieren unentwegt mit anderen Pflanzen und Tieren. Beides mit dem gleichen Ziel: das Überleben zu sichern.

Weniger Spritzmittel durch Wetterkunde
Von Claudio Niggli

Falscher und Echter Mehltau können komplette Weinernten zerstören, weshalb Winzer lieber einmal mehr als einmal zu wenig spritzen. Dabei lässt sich aus den Daten lokaler Wetterstationen sehr genau berechnen, wann tatsächlich Gefahr durch Mehltaupilze droht. Doch statt der Wissenschaft und ihrem Auge vertrauen die Winzer meist lieber den Spritzplänen der ...

Honigbienen im Weinbau: Das Experiment
Von Claudio Niggli

In den Rebbergen von Mythopia läuft zurzeit ein Versuch, durch den nachgewiesen werden soll, dass sich durch die Anwesenheit von Bienen im Weinberg der Befall durch Traubenwickler erheblich reduzieren lässt.

Frühling auf Mythopia
Von Hans-Peter Schmidt

Bereits an den ersten sonnigen Tagen im Februar, als an den steilen Südlagen der Schnee schmolz, begannen Luzerne und Klee den Boden in sattes Grün zu tauchen. Schon Ende März grasten die Schwarznasenschafe zwischen den Reben, während auf den Parzellen der konventionellen Nachbarn erst spät im April der erste grüne ...

Wenn Pflanzen um Hilfe rufen
Von Michael Rostás im Interview mit Tim Caspar Böhme

Pflanzen sind in der Lage, sich gegen Schädlinge zu wehren. Manchmal setzen sie Gifte ein, um den Angreifer in Schach zu halten. Noch raffinierter sind Strategien, bei denen die Pflanze fremde Hilfe ruft und gezielt Insekten anlockt. Der Biologe Michael Rostás von der Universität Würzburg untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen ...

Aronia – oder der Glaube an Wunder
Von Hans-Peter Schmidt

Der Nektar von Aroniabeeren gehört ebenso wie Biokohle, Kernfusion, Elektroautos und nikotinfreie Zigaretten zu den Wundermitteln, die uns, wenn wir zu stark daran glauben, von den eigentlichen Problemen des Planeten und der Gesundheit ablenken. Doch sollte uns dies nicht daran hindern, die Chancen zu nutzen, die aus dem Einsatz von ...

Winzerseminar auf Château Duvivier
Von Hans-Peter Schmidt

Das renommierte Delinat Winzerseminar auf Château Duvivier widmete sich dieses Jahr den anspruchsvollen Inhalten der 2ten Biorevolution. Aktivierung des Bodenlebens, Biodiversität, Mischkulturen, phytotherapeutischer Pflanzenschutz und Klimafarming standen während der drei Tage in Vorträgen und Workshops zum Thema.

Unsichtbar, Unhörbar, Unverstanden – Leben im Boden
Von Hans-Peter Schmidt im Interview mit Ken Payton

„Sie müssen sich die Arbeit des Pfluges wie einen Analphabeten in der Bibliothek von Alexandria vorstellen, der alle Bücher aus den Regalen schleudert und die herausgerissenen Seiten gleichmäßig über den Boden verteilt." - sagt Hans-Peter Schmidt in seinem Interview über das filigrane Netz des Lebens unter der Erdoberfläche.

Ehre die Traube, vertrau der Natur
Von Jason Lett im Interview mit Ken Payton

Burgund oder Bordeaux? Die Antwort darauf gilt als Frage des Charakters und wer sich nicht entscheiden kann, schnell als charakterlos. Ein bisschen Charakterlosigkeit mag zwar dem Glück zumindest in diesem Fall mitunter ganz dienlich sein, doch ist Pinot Noir tatsächlich eine so störrische Traube, dass

Bienen als Pflanzenschützer
Von Tim Caspar Boehme

Bienen spenden nicht nur wertvolle Erzeugnisse wie Honig und Propolis, sie können auch Schädlinge in Schach halten, ohne ihnen Gewalt anzutun. Allein durch die Schallwellen ihres Flügelschlages werden die Raupen verschreckt und damit am Fraß gehindert. In Mythopia macht man sich dies zu Nutze, um Traubenwickler künftig mit Bienen zu ...

(English) The Enological Significance of Acetaldehyde
Von Volker Schneider


Wie schmeckt das Terroir?
Von Michael Zurru

Wie beeinflusst der Boden den Geschmack des Weins? Welche Faktoren entscheiden, ob ein Wein herb, lebendig, fettig oder spitz schmeckt? Das Terroir spielt für den Charakter eines Weins eine große Rolle. Seine naturgegebenen Eigenschaften sind daher besonders erhaltenswert und sollten nicht künstlich verfälscht werden.

Die önologische Bedeutung von Acetaldehyd
Von Volker Schneider

Wein enthält eine Vielzahl von Aldehyden, unter denen der Acetaldehyd auf Grund seiner Konzentration und önologischen Implikationen der weitaus wichtigste ist. Er ist verantwortlich für sensorische Fehltöne, spielt eine Rolle bei der Reifung von Rotwein und verbindet sich spontan mit schwefliger Säure.

(Français) Machine de Pyrolyse à 500 KW
Von Hans-Peter Schmidt

(Français) Le prototype de l'installation de pyrolyse est un réacteur de 100 KW en service de manière ininterrompue depuis environ un an. Il a été construit initialement pour l'élimination de boues d'épuration au niveau d'une station d'épuration urbaine, afin d'utiliser l'importante énergie résiduelle des boues d'épuration sous forme de rejets ...

Amphibien in Not
Von Peter Laufmann

Es ist still geworden an vielen Tümpeln, im Laub und in den Kronen der Bäume. Wo früher Frösche quakten, ist heute Ruhe. Weltweit verschwinden die Amphibien in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. In vielen Weinbergen könnten kleine Feuchtbiotope angelegt werden, um Amphibienarten zu retten

Der Tod aus dem Weinberg – ein Teelöffel Pestizide
Von Hans-Peter Schmidt

Für die Herstellung einer Flasche konventionellen Weins wird durchschnittlich ein Teelöffel Pestizide in die Umwelt versprüht. So geht im Weinberg die Artenvielfalt zugrunde und die Lebenserwartung der Winzer sinkt drastisch. Die Schädlinge allerdings werden immer resistenter, denn nur die Stärksten überleben und pflanzen sich fort.

Der Boden – ein Lebewesen und verkannter Partner
Von Rolf Kaufmann

Wir sind gewohnt, auf dem Boden zu stehen und zu gehen, und, solange er uns trägt, achten wir ihn kaum. Solange wir ihn nicht zupflastern, trägt er auch Pflanzen aller Art und es scheint uns normal. Erst wenn wir Fels betreten oder einen Sandstrand entlang gehen, bemerken wir

Phytotherapie für Pflanzen
Von Hans-Peter Schmidt

Jede landwirtschaftliche Produktion bedeutet eine Zuchtwahl bestimmter Pflanzenarten, deren massives Auftreten auf einer mehr oder weniger großen Fläche das natürliche Gleichgewicht des entsprechenden Ökosystems angreift. Das natürliche System reagiert mit Maßnahmen zur Beseitigung dieses Ungleichgewichts, und ...

Vom Teufel im Weinkorken
Von Hans-Peter Schmidt

Die hochinnovative Technologie zur Herstellung der Diam-Korken basiert auf der Überlegung, dass nachwachsender Kork sowohl von seinem funktionalen als auch seinem nostalgischen und ökologischen Wert der beste Grundstoff zum Verschluss von Weinflaschen ist. Kork besitzt eine dauerhafte Elastizität, durch die ein dichter Verschluss gewährleistet ist. Kork besitzt eine für die ...