Pflanzenkohle – Landwirtschaft als Klimaretter – ein Jahresbericht
Die energetische Effizienz der Biosphäre übersteigt nicht nur diejenige von Solarzellen, sondern auch jene von allen sonstigen CO2-Speicherverfahren. Die Landwirtschaft könnte künftig pflanzliche Prozesse gezielt nutzen, um der Atmosphäre dauerhaft CO2 zu entziehen und zugleich Energie sowie einen höchst wirksamen Bodenverbesserer in Form von Pflanzenkohle zu gewinnen. ...
Wie Pestizide und Dünger das biologische Gleichgewicht stören
von Claudio Niggli und Samuel Kipfer
Fungizide, wie sie im Weinbau gespritzt werden, töten nicht nur die drei gefürchteten Schadpilze der Rebe, sondern sind tödlich auch für unzählige nützliche Pilze und Bakterien auf Blättern, Früchten und vor allem im Boden. Jede Pflanzenschutzspritzung gefährdet die fragile Balance zwischen Pflanzen und Mikroorganismen. So schwindet auch die natürliche Widerstandskraft ...
Erhöhung des Wasserhaushalts von Weinbergsböden durch Begrünung und Biokohle
von Claudio Niggli und Hans-Peter Schmidt
Kahl und ungeschützt liegen die Weinberge Südeuropas unter der heißen Sommersonne. Die Böden sind so stark erodiert, verdichtet und biologisch verarmt, dass sie keine Begrünung mehr tragen können, ohne die Rebe durch Wasserstress zu gefährden. Eine strategisch durchdachte Kombination von Begrünung, Minimalbewässerung und Biokohle könnte diese Böden innerhalb von fünf ...
Begrünung in den Weinbergen Südeuropas
von Claudio Niggli
Lange galt die Begrünung der trockenen, extrem sommerheißen Weinberge Südeuropas als schädlich für den Wein. Triste Monokulturen ohne Blumen und Schmetterlinge waren die Folge. Doch dank einer neu entwickelten Begrünungsstrategie lässt sich die Biodiversität und die Qualität der Böden nunmehr auch in südeuropäischen Weinbergen deutlich erhöhen. Im Herbst 2010 begann ...
Pflanzenkohleversuche in Kleingärten – Erste Ergebnisse
von Claudio Niggli und Hans-Peter Schmidt
Anfang 2010 hatte das Delinat-Institut 500 Kleingärtner eingeladen, sich an einem Großversuch zum Einsatz von Pflanzenkohle zu beteiligen. Inzwischen liegen erste Ergebnisse vor. Zwar zeigten sich im Durchschnitt etwas höhere Erträge, doch die Schwankungen zwischen den Standorten und Kulturen sind erheblich. Pflanzenkohle ist kein Düngemittel, sondern ein langfristig wirkender Bodenverbesserer. ...
Richtlinien für den Einsatz von Pflanzenkohle im biologischen Anbau
von Biochar Science Network
Um das enorme Umweltpotential der Pflanzenkohle zu nutzen, braucht es von Beginn an hohe Qualitäts- und Umweltstandards. Aus diesem Grund hat das schweizerische Biochar Science Network einen Richtlinienvorschlag für die Zertifizierung von Pflanzenkohle im biologischen Landbau erarbeitet.
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Hochwertige Weißweine: Qualität durch Minimalbehandlung
von Volker Schneider
Qualität wird im Weinberg erzeugt. Im Keller wird sie, je nach Einzelfall, erhalten, verfeinert oder zerstört. Was die Traube an Weininhaltsstoffen nicht mitbringt, kann durch kellertechnische Behandlung nicht oder nur notdürftig eingebracht werden. Besonders im Bereich der sensiblen Weißweine können zahlreiche der als Routine durchgeführten Behandlungsmaßnahmen der Qualität sogar abträglich ...
Kochen mit Bioabfällen und dabei Kohle produzieren
von Lukas Bühler und Hans-Peter Schmidt
Kartoffelschalen, Olivenkerne und Essenreste müssen nicht im Abfall landen, sondern können direkt als Brennstoff für moderne Kochherde verwendet werden. Gerade in vielen Ländern der Dritten Welt, wo noch auf offenen Holzfeuern gekocht wird, könnte kostbares Holz gespart und zugleich gesundheitsschädigenden Russemissionen verhindert werden. Als Rückstand des Kochens ensteht wertvolle Biokohle.
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Biokohle für Entwicklungsländer
von Lukas Bühler und Hans-Peter Schmidt
Biokohle bietet Lösungsansätze für verschiedene Probleme von Bauern in tropischen Entwicklungsländern. Durch bessere Wasserspeicherung und Nährstoffversorgung kann die Biokohle die Erträge insbesondere von Kleinbauern langfristig erhöhen. Im Norden Ghanas versucht die schweizerische NGO Abokobi mit mobilen Köhleröfen den Bauern zu helfen. So können die auf dem Feld und in der ...
Biologische Hotspots im Weinberg
von Hans-Peter Schmidt und Claudio Niggli
Großstädte führen vor, dass die Anlage von biologischen Heißzonen die Biodiversität und Lebensqualität entscheidend erhöht. Das Konzept lässt sich mit einigen Anpassungen auch auf die Landwirtschaft übertragen. Mit geringen Kosten und nur 1% der landwirtschaftlichen Fläche könnte der fortschreitende Verlust an Biodiversität markant abgebremst werden.
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Biologische Heißzonen – Teil 1: Biodiversität der Städte rettet Natur vor der Landwirtschaft
von Hans-Peter Schmidt
Während auf dem Land das Bienensterben immer katastrophalere Ausmaße annimmt, erfreuen sich derweil die Bienen in unseren Großstädten bester Gesundheit und bringen hohe Erträge. Den Menschen geht es ähnlich: In modernen Städten ist die Lebenserwartung deutlich höher als auf dem Lande. Anstatt Erholung in frischer Landluft zu suchen, wird man ...
Die Kunst gezielter Oxidation – Teil 3: Sauerstoff im Weißwein und oxidative Alterung
von Volker Schneider
In den verschiedenen Phasen der Weinbereitung zeigt der Zutritt von Sauerstoff unterschiedliche Auswirkungen auf das Produkt, welche dem oberflächlichen Betrachter teilweise widersprüchlich erscheinen mögen. Nicht immer führt er zu einer der Qualität abträglichen Oxidation. In Abhängigkeit von Art und Entwicklungsphase des Weins ergeben sich unterschiedliche chemische Reaktionen und sensorische Konsequenzen. ...
Naturwein – bloße Mode oder Kunst ?
von Claudio Niggli
Wein ist Geschmackssache. Geschmackliche Vorlieben aber sind nicht nur genetisch vorbestimmt, sondern werden stark durch Gewöhnung und (mangelnde) Erziehung beeinflusst. Natürlich produzierte Weine haben in dieser Hinsicht einen mitunter schweren Stand, denn die Vorlieben vieler Konsumenten sind von linientreu aromatisierten Weinen geprägt. ...
Klimawandel ohne Mensch?
von Hans-Peter Schmidt
Häufig erhalten wir in letzter Zeit auf unsere Artikel verschiedenste Kommentar und Zuschriften, in denen die Debatte über die Klimaerwärmung als eine üble Intrige des Weltkapitalismus hingestellt wird. Die Ithaka-Redaktion teilt diese Einstellung nicht, möchte jedoch keinesfalls mit Zensur die Meinung Andersdenkender radikalisieren. Aus diesem Grund öffnen wir hier ein ...
Wir haben einen Traum
von Hans-Peter Schmidt
Wir haben einen Traum, ein Ziel. Für dessen Erfüllung werden wir unsere besten Jahre gegeben haben. Wenn es gelingt, werden bis 2020 – zumindest in der Schweiz - die meisten Landwirte Klimafarming betreiben. Mit Hilfe von Pflanzen und hoher Biodiversität werden sie mehr CO2 aus der Atmosphäre entziehen und dauerhaft ...
Die Revolution der Terra Preta
von Ute Scheub
Die Terra Preta hat das Potenzial, mehrere Krisen gleichzeitig zu überwinden: die Klimakrise, die Hungerkatastrophe und die Hygienemisere in den Slums. Und das alles ohne Agrochemie, sondern in einer Agrarrevolution von unten. Ute Scheub besuchte einen der Wiederentdecker der Terra Preta, den Bodenkundler Haiko Pieplow, am nördlichen Rand von Berlin.
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Schonendes Pflanzen von Jungreben
von Claudio Niggli
Ein unachtsamer Umgang mit Jungreben hat Wachstumsverzögerungen zur Folge. Mit der richtigen Pflanztechnik können Jungreben rasch Fuß fassen und ein gesundes Wurzelsystem ausbilden. So kann in der Jugendentwicklung ein deutlicher Vorsprung auf konventionell gepflanzte Reben erreicht werden. Mit der Beimpfung der Wurzeln durch Mykorrhiza-Pilze lässt sich die Nährstoffversorgung und pflanzeneigene ...
Permakultur – Regionale Nachhaltigkeit statt globale Industrialisierung
von Thomas Löliger
Permakultur ist ein relativ neuer Begriff, der an altes Wissen anknüpft. Und ist eine Antwort auf eine immer naturfeindlichere Landwirtschaft und Lebensweise. Im Zentrum stehen kurze Stoffkreisläufe und der Aufbau von stabilen Ökosystemen. Ein Landwirt und ein Umweltnaturwissenschafter berichten über ihre Erfahrungen mit Permakultur.
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Und es gibt ihn doch: Politischen Mut
von Tim Caspar Boehme und Hans-Peter Schmidt
Zum Schutz der Biodiversität braucht es die Politik. Nur dass die Politik bisher noch fast nirgends begriffen hat, was Biodiversität wirklich bedeutet. Eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen ist Costa Rica, wo schon 1998 ein Biodiversitätsgesetz verabschiedet wurde. Es wurde zum Motor einer ökosozialen Erneuerung der Gesellschaft und zu einem herausragenden ...
Erste HTC-Anlage in industriellem Maßstab
von Hans-Peter Schmidt
Am 26. Oktober 2010 wurde in Karlsruhe die weltweit größte Anlage zur hydrothermalen Karbonisierung (HTC) in Betrieb genommen. Damit gelang dem Unternehmen AVA-CO2 als erstem der Schritt aus der Forschung in die industrielle Anwendung der HTC-Technologie. Mit einer Jahreskapazität von 8 400 Tonnen Biomasse demonstriert nun vorgestellte Reaktor eindrücklich, dass ...
Herbstbilder von einem Weinberg in Biodiversität
von Patrick Rey
In Mythopia ging diese Woche die Weinlese in ihre turbulente Phase. Traumhaftes Herbstwetter und Pinot Noir vom Feinsten machte sie zur schönsten und zugleich anstrengendsten Zeit des Jahres. Alle Mitarbeiter des Delinat-Instituts und auch die Redaktion des Ithaka-Journals mussten mithelfen. Die Büros blieben leer und der geplante Artikel ...
Bio-Biokohle oder Nichtbio-Biokohle?
von Hans-Peter Schmidt
Die Hoffnungen in die Biokohle nehmen mitunter schon fast religiöse Züge an. Doch um das enorme Umweltpotential der Biokohle tatsächlich zu nutzen, braucht es von Beginn an hohe Qualitäts- und Umweltstandards. Das Schweizerische Biokohle Forschungsnetzwerk (SBFN) hat ein Diskussionspapier für die Zertifizierung von Biokohle erarbeitet und möchte die Leser von ...
Bürgerbewegung gegen Klimawandel
von Gerald Dunst im Interview mit Lukas Bühler
In der Steiermark haben sich sechs Gemeinden zu einer Ökoregion zusammengeschlossen. Ziel ist nicht nur die Energieversorgung aus erneuerbaren Ressourcen, sondern eine ökologische Kreislaufwirtschaft ohne Abfälle. Nach dem Vorbild der Terra Preta werden biologisch hochaktive Böden zu Kohlenstoffsenken und Mutterboden für gesunde Nahrungsmittel. Gerald Dunst, der Vordenker und Hauptinitiator des ...
Biokohle statt Nahrungsmittel?
von Arsène Séverin
Für manche Bauern im Kongo lohnt sich das Abholzen von Wäldern mehr als der mühsame Ackerbau. Das Holz wird zur Gewinnung von Holzkohle verwendet. Doch anstatt in den nährstoffarmen afrikanischen Böden für erhöhte Fruchtbarkeit zu sorgen, wird die Holzkohle in die Städte verkauft. Dort dient sie der städtischen Mittelschicht zum ...
1. Deutsche Biokohle Symposium
von Lukas Bühler
Anfang Juli 2010 fand in Bayreuth ein erstes deutschsprachiges Symposium über Biokohle statt. Auf Einladung des berühmten Terra Preta Entdeckers, Bruno Glaser, kamen über 100 Vertreter von Wissenschaft, Industrie, Landwirtschaft und Politik zusammen, um über die Chancen, aber auch die möglichen Gefahren der Biokohletechnologie zu diskutieren. ...
Das Zeitalter der Dummheit – ein zweiter Blick
von Tim Caspar Boehme
Was kann ein Film gegen den Klimawandel bewirken? Soll er Konsumenten aufklären oder mit allen Mitteln wachrütteln, um sie zum Handeln zu bewegen? Regisseurin Franny Armstrong wählt mit ihrer Dokumentation aus der Zukunft, „The Age of Stupid“, einen Mittelweg. Eindrücke zur deutschen Kinopremiere. ...
Die Kunst gezielter Oxidation – Teil 2: Wirkung von Sauerstoff auf die Gärung
von Volker Schneider
Gärung und Sauerstoff gelten in der Weinbereitung als Gegensätze, weshalb die meisten Weinmacher bereits den Most vor jedem Sauerstoffkontakt schützen. Doch um die Gärung einzuleiten und die Hefen zu aktivieren, braucht es Sauerstoff. Wer also dem gärenden Wein keine Lüftung gewährt, behindert die Natur bei ihrer Arbeit und wird mit ...
Klimafarming im Amerikanischen Senat?
von Hans-Peter Schmidt
In den amerikanischen Senat wurde ein umfassendes Energie- und Klimagesetz eingebracht, der alles in den Schatten stellt, was in Kopenhagen, Berlin und Brüssel von Seiten der Politik für den Klimaschutz unternommen wurde. Verfasst wurde die Diskussionsvorlage bemerkenswerterweise von John Kerry, dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten, und von Joe Liebermann, der 2004 für ...
Biokohle im Weinbergboden – Einfluss auf Nährstoffdynamik und Wasserspeicherfähigkeit – Teil 1
von Barbara Pichler
Seit 2008 wird auf den Versuchsflächen von Mythopia der Einfluss von Biokohle auf einem stark erodierten, nährstoffarmen Weinbergboden getestet. Im Rahmen dieser Langzeitstudie wurde an der Universität Zürich ein Treibhausexperiment mit Bodenproben des gleichen Weinberges durchgeführt. Erfasst wurden die Auswirkungen zweier unterschiedlich gealterter Biokohlen auf das Pflanzenwachstum, die Nährstoffverfügbarkeit sowie ...
Was macht der Schwefel im Wein?
von Volker Schneider
99,5% aller Winzer behaupten, ohne SO2 ließe sich kein trinkbarer Wein keltern. Aber was machen die berühmt berüchtigten Sulfite tatsächlich im Wein? Kann man wirklich nicht auf sie verzichten? Und wie lassen sich zumindest die Mengen des Schwefels im Wein reduzieren. ...
Biokohle im Naturgarten – Erfahrungsbericht
von Andreas Thomsen
Biokohle ist nicht nur eine der größten Hoffnungen für eine nachhaltige Zukunft der Landwirtschaft und die Rettung des Klimas, sondern bewirkt auch im Kleingarten und sogar im Balkonkasten wahre Wunder. Andreas Thomsen hat seinen Hausgarten zu einem wahren Forschungslabor für Biokohle umgewandelt. Im Interview mit Ithaka spricht er über seine ...
Hat man je eine Revolution verordnen können?
von Karl Schefer im Interview mit Daniel Bach
Die Firma Delinat hat neue Bio-Richtlinien für Winzer erlassen. Es geht nicht mehr bloß um den Verzicht auf chemische Pestizide, sondern um die Förderung der biologischen Vielfalt, um stabile Ökosysteme und klimapositive Landwirtschaft. Doch läßt sich ein solch radikales Umdenken einfach durch Vorschriften verordnen? Delinat-Gründer Karl Schefer erläutert in einem ...
Weizen unter Kirschbäumen – Agroforst in der Schweiz
von Thomas Löliger
Bäume im Ackerland ziehen nicht nur das Auge und Herz an, sondern sind vor allem ein Gebot der wirtschaftlichen und ökologischen Vernunft. Zahlreiche Studien zeigen, was die Vorväter schon immer wussten: Bäume sind die Dirigenten landwirtschaftlicher Ökosysteme. In der Schweiz werden solche Agroforst-Konzepte mittlerweile ernsthaft diskutiert und erste Bauern pflanzen ...
Europas erste Biokohle-Produktion geht in Betrieb
von Hans-Peter Schmidt
Die energetische Effizienz der Biosphäre übersteigt nicht nur diejenige von Solarzellen, sondern auch jene von allen sonstigen CO2-Speicherverfahren. Die Firma Swiss-Biochar nutzt diesen natürlichen Prozess, um der Atmosphäre CO2 zu entziehen und zugleich Energie sowie einen höchst wirksamen Bodenverbesserer zu gewinnen. Am Freitag, 16. April 2010, wurde in Lausanne Europas ...
Pilze als Partner: Mykorrhiza im Weinbau
von Claudio Niggli
Durch die Partnerschaft mit Mykorrhizen könnte die Rebe so widerstandsfähig gegen den Befall von Parasiten werden, dass Pestizide nahezu überflüssig würden. Zudem würden auch die Weine gehaltvoller, gesünder und einfach besser. Am Delinat-Institut laufen nun erste Feldversuche mit Mykorrhiza-Inokulationen an.
Gesunde Böden strotzen vor ungeahnter Aktivität und zeichnen sich durch ...
Illegale Pestizidspritzungen in der Schweiz
von Hans-Peter Schmidt
Angesichts der Millionen Hektar Regenwald, die jährlich abgeholzt werden, um genmodifiziertes Soja anzubauen und sodann mit chemischen Pestiziden zur Reife zu bringen, sind unsere Bemühungen für Biodiversität im Weinbau nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber wir kennen sie natürlich auch, die Helikopter, die selbst in der ...
Die Kunst gezielter Oxydation – Teil 1: Mostoxidation
von Volker Schneider
Sobald die Trauben geerntet werden, ist es vorbei mit ihrem schönen Leben an frischer Luft. Der Kellermeister setzt seinen ganzen Ehrgeiz daran, den Traubensaft von der ersten Minute an bis zur Abfüllung in Flaschen vor Luftkontakt zu schützen. Dabei entscheidet gerade der gezielt dosierte Einsatz von Sauerstoff über die aromatische ...
Der Fluch der Ordnung: Kulturwüsten
von Claudio Niggli
Die Weinbaugebiete präsentieren sich grossflächig als gleichförmige Kulturwüsten, in denen ausser Reben nichts wächst. Auch das Mittelland und die einst so vielfältigen Voralpen verkommen immer mehr zu üppig grünen, aber steril anmutenden und extrem artenarmen ökologischen Einöden. Wo sind Gotthelfs bunte Blumenwiesen, in denen es einst gezirpt, gesummt, geschnarrt und ...
Agroforestry – Die Rückkehr der Biodiversität in die traditionelle Landwirtschaft
von Daisy Liebau und Burkhard Kayser
Weinberge und Obstplantagen lassen sich erstaunlich schnell und vor allem wirtschaftlich sinnvoll nach den Methoden des Klimafarmings umstellen. Doch wie ließe sich solch ein Konzept auch im traditionellen Feldbau umsetzen? Das Geheimnis liegt in der Verbindung von Feldern, Hecken und Bäumen. ...
Wein der Wikinger
von Yörn Kreib
Der Klimawandel macht’s möglich: Dänemark, Schweden und Finnland entwickeln sich zu Weinbaunationen. So zählt der dänische Winzerverband schon über 1300 Mitglieder. Und ihre Weine lassen sich sehen! Denn offenbar stützen sie sich auf eine alte Kunst der Wikinger, die nicht nur Amerika entdeckten, sondern ihren sandigen Böden erstaunlichste Geheimnisse ablockten. ...








