(Deutsch) Pflanzenkohle als Baumaterial, Städte als Kohlenstoffsenken


par Hans-Peter Schmidt

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23 Le Responses pour “(Deutsch) Pflanzenkohle als Baumaterial, Städte als Kohlenstoffsenken””

  1. Heinz Schenk
    Titre:

    Sehr geehrte Damen und Herren, sehr aufmerksam habe ich Ihren Beitrag mit Lehmputz und Pflanzenkohle gelesen. Ich bin seit 25 Jahren Lehmbauer aus Leidenschaft, wo könnte ich den solche Planzenkohle bekommen und was würde diese kosten.
    Mit frostigen Herbstgrüßen aus der Oberlausitz.
    Lehm- und Holzgestaltung
    Heinz Schenk
    Spitzkunnersdorferstr.29
    02779 Großschönau

  2. Rainer Hettenbach
    Titre: Pflanzenkohle

    Wo kann ich Pflanzenkohle in der Schweiz kaufen? Danke für die Angaben.

  3. hps
    Titre:

    In der Schweiz gibt es Pflanzenkohle bei folgenden beiden Produzenten:
    http://www.swiss-biochar.com
    http://www.pflanzenkohle.ch
    In Österreich bei:
    http://www.sonnenerde.at
    In Deutschland bei:
    http://www.carbon-terra.eu

  4. Stefan
    Titre: Kohlenstoffsenke

    Hallo,

    mit einer Tonne Pflanzenkohle werden etwa dreieinhalb Tonnen CO2 aus der Athmosphäre entzogen(kommt auf den C gehalt der Kohle an).
    Also je nach pyrolyse:
    1 Tonne Holz = 300 kg Kohle = -1 Tonne CO2 aus der Athmosphäre

    LG

  5. hps
    Titre:

    Wenn man es genauer rechnet, ist die Sequestrationsleistung etwas geringer. 1t Holz (Trockenmass) ergibt etwa 300 kg Pflanzenkohle mit ca. 80% Kohlenstoff, ergibt also etwa 880kg CO2equ. Da aber zum Schneiden, für den Transport und des Häckseln des Holzes sowie der Rücktransport zur Baustelle und die Verarbeitung ebenfalls Energie aufgewendet wird, müssen davon noch rund 20% abgezogen werden, ergibt also etwa 700 kg CO2equ. Ein drittel des im Holz gebundenen Kohlenstoffs (ca. 80 kg C) fällt in der Pyrolyse als Synthesegas an. Wenn dies energetisch genutzt wird (Wärme und Verstromung) können fossile Brennstoffe mit einem CO2equ von etwa 250 t kompensiert werden. Incl. Syngasnutzung stimmt die eine Tonne CO2 also relativ gut.

  6. Morales
    Titre:

    Wie sieht den die Rezeptur zu den versuchen von Pflanzenkohle-Ziegel und Beton aus?
    Wirken eingeschlossene Stoffe der Kohle wie Wasserstoff und Schwefel nicht auf Betob zersetzend?

    Da ich im Ausland Häuser aus Lehm und Beton bauen möchte würde mich das Bauen mit einer Isolierenden Beton-Pflanzenkohlemischung sehr interessieren.
    Natürlich auch mit Pflanzenkohleziegel.

    Freundliche Grüsse

  7. hps
    Titre:

    Wir haben verschiedene Mischungen versucht und sind noch am Ausmessen. Wenn die Kohle entsprechend fein gemahlen ist, können Sie für Ziegel den gesamten Sand durch das gleiche Volumen an Kohle ersetzen, also 1 Teil Zement zu 3 Teilen Kohle. Wahlweise können Sie auch 1 Teil Zement zu 2 Teilen Sand und 1 Teil Kohle verwenden. Für Beton entsprechend mit den Anteilen an Gribkies anpassen.

  8. Joseph
    Titre:

    Gibt es da eigenen Fabriken ?
    Hat da jemand Patente?
    … oder ist das uralte allgemein zugängliche Kulturtechnik ?

    Wieviel Energie ist notwenig zur Herrstellung?
    welche Pflanzen sind das Ausgangsmaterial ??

  9. hps
    Titre:

    Für die Herstellung von Pflanzenkohle gibt es einige zertifizierte Produktionsstätten (z.B. http://www.carbon-terra.eu, http://www.sonnenerde.at, http://www.swiss-biochar.com), es lässt sich freilich auch traditionelle Holzkohle verwenden. Mit den beiden Veröffentlichungen im Ithaka Journal sollte die grundlegende Technik des Einsatzes von Pflanzenkohle als Baumaterial nicht mehr patentiert werden können, spezielle Mischungen und Anwendungen natürlich schon. In Asien gibt es einige Patente.
    Die Herstellung von Pflanzenkohle ist energieautonom, es wird also nur die in der Biomasse gespeicherte Energie gebraucht. Als Ausgangsstoff können sämtliche pflanzlichen Stoffe verwendet werden.

  10. Uwe Thomas
    Titre: Consultant

    Hallo,

    gibt es eine oder gar mehrere Firmen mit Erfahrung bei der Anwendung von Kohle-Spritzputzen, vor allem im Außenbereich um diese unsäglichen Styroporplatten unnötig zu machen.

    Wird hier in Berlin leider an fast jeder Ecke gemacht.

    Wäre wirklich wunderbar und würde sicher auch auf Interessenten stoßen, wenn es eine einfache und auch möglichst kostengünstige Alternative gäbe.

    Beste Wünsche und danke im voraus für entsprechende Infos.

    Uwe

  11. hps
    Titre:

    Wir sollten im Laufe des Jahres genügend Testresultate haben, um auch im Aussenbereich die Pflanzenkohle sicher zum Einsatz zu bringen. Besten Dank und Gruss, hp

  12. Uwe Thomas
    Titre: Consultant

    Wäre sehr erfreut, zu wissen, wenn diesbezüglich verwertbare Daten (Isolierwerte etc.) vorliegen.

    Dann will ich das im Rahmen meiner Möglichkeiten hier gerne promoten.

  13. Michaela Thiede
    Titre: Danke!

    Hallo,

    vielen Dank für den tollen Bericht.

    Habe ich es richtig verstanden, dass sich ein Pflanzenkohle-Lehm-Putz auch zur Dämmung von Innenräumen eignet?

    Innenraumdämmung ist ja gewöhnlich aufwändiger, wenn man Schwachstellen und Schimmelbildung vermeiden möchte.

    Viele Grüße
    Michaela

  14. hps
    Titre:

    Ja, das funktioniert hervorragend für Innenräume. Der Einbau von Dampfbremsen aus Kunststoff erübrigt sich damit. Grüsse, hp

  15. amr
    Titre: question

    it is too hot where i live does it help . what is the minimum thick i can apply?

  16. Theresia
    Titre:

    Hallo!
    Gibt es schon Erfahrungen bei außen angewendeten Dämmmaterial – bin echt gespannt da wir ja selber Holzkohle im Meilerverfahren herstellen.

    Mfg Theresia

  17. hps
    Titre:

    Es braucht für die Verwendung im Aussenmaterial eine geeignetes Bindemittel, um « schwarze » Abwaschungen bei Regen zu verhindern. Bei Verwendung von Zement würde der Feuchtigkeitstransport verhindert, insofern eignet sich Kalk besser. Wir arbeiten dran, um auch die entsprechenden bautechnischen Messungen zu präsentieren. Grüsse, hp

  18. Stefan
    Titre:

    Gibt es schon Versuche mit Fasern, Pflanzenkohle und Bindemittel? ähnlich zu Papercrete (oder den Asbestplatten)?

  19. Jay Atkerson
    Titre:

    Compare tensile strength of biochar brick and regular brick.

  20. Kai
    Titre:

    Wir leben auf den Philippinen und sind gerade dabei uns Gedanken über unseren Hausbau zu machen.

    Da wir dabei doch auf ökologische Sachen achten möchten, klingt diese Lösung sehr gut.

    Gibt es schon weitere Erkenntnisse? Gebrannte Lehmziegel mit Pflanzenkohle?!?

  21. hps
    Titre:

    Die beste Zusammenstellung des derzeitigen Standes auf diesem Gebiet gibt es hier: http://peaksurfer.blogspot.de/2017/06/concrete-solutions.html sowie den Mitschnitt des IBI-Webinars zu Biochar als Baumaterial: http://www.biochar-international.org/webinar_series

  22. Ilmo Kolehmainen
    Titre:

    Dear Sirs/Madams,

    thanks a lot for an exellent article and a vivid discussion.

    At the end of the article was mentioned automatic mass production facilities. I know some companies offering units with 0,5 – 1 or 2 m3/hour, but I’m looking for bigger capasity.

    Does anyone know the companies producing mass production units?

  23. Michael Künzler
    Titre:

    Gratuliere für diese interessanten Techniken.

    Ich wohne in Goiania, Brasilien und plane eine Bio-Gärtnerei.
    Ich werde Treibhäuser verwenden mit hochstellten Pflanz-Beeten.
    Aus Kostengründen suche ich ein leichtes biologisches Material, das ich auf gespannten Drahtseilen auflegen kann (Drahtseil-Auflager alle ca. 2m). Elemente von 1m Breite und ca. 75cm Länge – aneinandergereiht ca. 40m. Sollte dann 4 Pflanzbahnen mit 40m Länge ergeben pro Arbeitstisch.

    Kurz: Ein Material, das einen Blumentopf ersetzt.

    Anforderung an das Material:
    Ziemlich leicht; einigermassen wasserfest; sollte nicht extrem Wasser aufsaugen, sonst wird es zu schwer; biologisch verträglich. Sollte ein paar Jahre aushalten.

    Ich habe bereits einen Test gemacht mit Zement und Biochar. Ist gerade am aushärten…

    Meine Fragen:
    - Saugt Biochar in grösseren Mengen Wasser auf, wenn es mit feuchter Erde in Kontakt kommt? (Gewichtsfaktor)
    - Welche Art von Imprägnierung wäre zu empfehlen? Reine Zementlösung? Soja Oel? Leim, gebrannter Kalk ??? (Im dümmsten Fall müsste ich eine Plastik-Folie verwenden….)
    - Oder wäre gar keine Imprägnierung nötig, wenn ich Zement verwende? Es wäre egal, wenn sich das Material nach Jahren zersetzt.
    - Ich habe auf meinem Grundstück Sand und guten Lehm, den ich abstechen könnte. Wäre ungebrannter Lehm ein nützlicher Hilfsstoff? Evt. nur ein paar Prozente?

    - Welches wäre die optimale Mischung und Imprägnierung?

    Klima:
    -6 Monate heiss und trocken (30 bis 38 Grad)
    - 6 Monate wechselhaft: warm mit kälteren Regentagen, wo es recht feucht wird, aber max. 1-2 Wochen, dann wird’s wieder warm bis heiss und trocknet alles aus. (15 bis 38 Grad)

    Zu mir selbst:
    Ich lebe seit 14 Jahren in Brasilien.
    Ich habe 3 Jahre Architektur studiert an der ETH Zürich vor ca. 30 Jahren.
    Dieser Baustoff wäre der perfekt Ersatz für Isopor im Bauwesen hier in Brasilien.
    Bsp: http://isoplast.ind.br/16/uso-de-lajotas-de-eps-isopor/
    Früher wurden Keramik Einlagen verwendet, aber die Konstruktion wird damit bedeutend teurer, heutzutage leider nur noch Isopor.

    Allenfalls könnten sie mir da auch ein paar Tips geben, welches die beste Mischung wäre. Ich möchte Biochar für mein zukünftiges Haus verwenden.
    Die Keramik/Isopor Einlagen werden immer mit einem Zementüberzug versehen mit simpler Armierung. Evt. könnte auch dieser Ueberzug mit Biochar erfolgen?
    Ueber dem Zementüberzug kommt entweder ein Ziegeldach, Eternit Wellplatten oder Verzinktes Blech.

    Ich werde natürlich Biochar für das Humus-Substrat in meiner Gärtnerei verwenden.
    Ich bin sehr interessiert diese Techniken in Brasilien zu verbreiten.
    (Brasilianer konsumieren pro Jahr ca. 7 Liter Agro-Gifte!!!).

    Möchte dazu mein Pilot Projekt durchziehen, evt. in Zusammenarbeit mit der lokalen Universität, Abteilung Bio-Gartenbau.

    MfG Michael

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