(Deutsch) Jäger, Sammler und die Klimakatastrophe
by Hans-Peter Schmidt
Sorry, this entry is only available in Deutsch.
Tags: Klimawandel, Selbstverwirklichung, technischer Fortschritt, Weltrettung
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Way to cite: Journal for terrior-wine and biodiversity, 2008, ISSN 1663-0521
This entry was posted on Saturday, November 14th, 2009 at 01, Nov and is filed under Gesellschaft.

In den Stunden, da ich an dem Ithaka-Artikel zu den Pestiziden schrieb, ging erst eine, dann die zweite und schließlich zwei, drei Dutzend Blüten des Wildpflaumenbaumes vor dem Fenster auf. Das Wenige erlangt die Aufmerksamkeit, das Viele geht unter dem Vielen unter. Doch wo blieben die Bienen? Hatte der Frühlingsduft sie eingeschläfert? Waren sie tot? Sie waren tot. Fast alle tot. Die Varoamilben, die selbst die Pestizide des Helikopters überleben, und sonst noch dies und das, was die Bienenvölker im Wallis dezimiert, muss in der umgebenden Monokultur die Überhand genommen haben. In der Provence, wo ja auch nicht vieles zum Besten steht, saß ich vor drei Wochen vor einem Mandelbaum und hörte seit - ja seit wann? – seit Jahrzehnten erstmals wieder die Bienensymphonie, die all das des Lebens besingt, dass sich sonst nicht in Worte fassen lässt.
Früher hat man den Meschen mit der Hölle Angst gemacht, heute halt mit Co2. Auch wenn es nichst nützen sollte, CO2 der Atmosphäre langfristig zu entziehen,...
voyez svp la version francaise plus bas Zur Einführung eines Labels muss in der Schweiz der Begriff Biokohle in allen drei Nationalsprachen präzisiert...
Der Verallgemeindende Vergleich diese Artikles zwischen Biodiversivität Stadt, Land entbehrt in dieser Form jeglicher wissenschaftlicher Grundlage und...
Hallo Hans-Peter, vieleicht kommt es auch ganz anders. Wenn das von uns und einigen anderern Farmern hier im Ort getestete Biochar-Verfahren bei Weizen,...
Lieber Jochen, wir wissen beide und Du noch besser als ich, dass wir in einer völlig verqueren Welt leben. Biokohle wird seit über 2000 Jahren an vielen...

Am 15. November 2009 um 09:48 Uhr Title:
Lieber Hans-Peter Schmidt,
ein ausgezeichneter und sehr wichtiger Artikel, der meine volle Zustimmung findet, bis auf einen Punkt: Der `Schaffensdrang` des Menschen ist egoistisch, oder besser: egozentrisch geworden und deshalb zerstörerisch. Die Vernunft, das zeigt leider die Geschichte, ist zu schwach und unterliegt immer wieder, von einzelnen Erfolgen abgesehen. Jean Gebser, deutscher Kulturphilosoph schreibt in seinem Hauptwerk “Ursprung und Gegenwart”, dass nur `ein Neues Bewußtsein`, nämlich wie er es nennt, das “Integrale Bewußtsein” die Menscheit noch retten kann. Dieses neue Bewußtsein jedoch kann der Mensch nicht machen. Vielmehr ist dies ein Werk der Evolution, oder von Gott. Der Mensch allerdings wir gebraucht, da dieses Neue nur durch ihn in die Welt kommen kann.
So gesehen braucht die menschliche Vernunft Hilfe durch die Evolution/Gott.
So gut wie alle Weisheitslehren sehen dies gleich oder ähnlich.
Heinz Rieger
Am 15. November 2009 um 11:31 Uhr Title:
Sehr geehrter Herr Schmidt.
Ihre Gedanken gefallen mir sehr gut. Sie zeigen auf, wie sehr wir uns schon von Gott und seiner Natur entfernt haben. Wir besitzen immer noch die gleiche Mentalität wie damals beim Turmbau zu Babel. Nur-Gott überlässt uns jetzt uns selbst. Er überträgt uns die Verantwortung an der Zerstörung der Erde. Und viele erkennen schon heute, dass die einzige Schuldhaftigkeit bei uns liegt.
Den politisch Verantwortlichen fehlt der intellektuelle Weitblick. Sie führen uns immer mehr in ein großkapitalistisches Großreich (EU) um die Interessen der Megakonzerne und Monopolisten (Pharma-und Gentech Industrie) und schließlich ihre eigenen (bestbezahlte Posten nach dem politischen Ausscheiden) zu befriedigen. Es geht nur um Macht und Geld.
Durch die Technisierung werden Arbeitsplätze vernichtet, durch das “unnatürliche Am-Leben-Erhalten” des Menschen durch Pharma und Medizin klafft die Schere von Überbevölkerung und Arbeitsplatzangebot schon grauenhaft weit auseinander.
Die Gegenbewegung sind wir Menschen selbst. Fangen wir kleinregional an und pflanzen wieder Apfelbäumchen.
Dr. Ingo Wachernig,Arzt aus St. Kanzian/Kärnten/Österreich
Am 15. November 2009 um 21:56 Uhr Title:
Hallo Herr Schmidt,
vielen Dank für diesen spannenden Artikel, der mir für viele Dinge die Augen geöffnet hat. Aber eines ist mir nicht klar. Wenn die ersten Landwirte derartig im Nachteil (Seuchen, niedrige Lebenserwartung, etc) waren gegen die Jäger und Sammler, warum hat sich diese neue Lebensform (also Landwirtschaft, Sesshaftigkeit) doch letztlich durchgesetzt??
Eine andere Frage (nicht nur an den Autor):
Wie sieht der Gegenentwurf aus? Zurück zu den Anfängen? Also nicht aus dem Job aussteigen und Biobauer werden und Apfelbäumchen pflanzen wie Herr Dr. Wachernig es vorschlägt sondern umherziehen und Wildpflanzen essen? Dazu sind wir im Moment schon zu viele. Nach der nächsten großen Katastrophe mag es anders aussehen.
Oder doch mit unserem Homo-Faber-Drang, der ja auch von Gott stammt, gemeinsam versuchen, die Welt so zu gestalten, dass es für uns alle weitergeht?
Der letzte Absatz des Artikels ist so richtig aber auch so theoretisch.
Was können wir konkret tun? Brav unseren Müll trennen, wenig Auto fahren, Bio-Nahrung kaufen und auf Flugreisen zu verzichten scheint die Katastrophe nicht wirklich aufhalten zu können.
Am 16. November 2009 um 10:25 Uhr Title:
Lieber Hans-Peter Schmidt und Kommentatoren,
vielen Dank für das Plädoyer für Muße und Kreativität. Ich kann mir nicht vorstellen, daß wirklich Selbstbeschränkung und Ausstieg möglich sind, das hat nichts mit Vernunft zu tun. Niemand von uns kennt die Zukunft, warum sollte der Mensch sie nicht gestalten können? Warum soll ich mich auf Gott verlassen, wenn ich selbst irgendeine Möglichkeit der Veränderung sehe? Verzicht ist keine Alternative. Und wenn der Mensch irgenwann ausstirbt, oder die Deutschen, oder die Europäer? Das Rad kann nicht zurückgedreht werden. Wir leben in der privilegierten Situation, uns über solche Dinge Gedanken machen zu können. Viele andere Menschen auf dieser Welt denken nur daran, wie sie die nächsten Tage überleben. Dort muß man beginnen, dann erst, wenn man es schafft, die gesamte Menschheit menschlich leben zu lassen, werden auch diese Menschen bereit sein, weiter als bis zum nächsten Tag zu denken. Was bringt mir der Verzicht auf irgendein umweltschädliches Konsumprodukt, wenn es anderswo an den primitivsten Lebensgrundlagen fehlt? Ist das nicht zum Verzweifeln? Ist es nicht wunderbar, das Menschen so einfallsreich sind? Es gäbe uns sonst schon lange nicht mehr.
Am 16. November 2009 um 11:02 Uhr Title:
Liebe Astrid Kühne,
Sie sprechen mir aus der Seele – ich möchte Ihnen gerne meine Variante der Weltverbesserung verraten:
http://www.kiva.org
Freundliche Grüsse
Am 17. November 2009 um 19:57 Uhr Title:
Ein Hinweis
betr. Kreativität, Leben in/aus der Fülle plus Mitwelt-Verträglichkeit:
Das Buch “Cradle to cradle” (einfach intelligent produzieren)
von Michael Braungart/William McDonough
Am 25. November 2009 um 14:15 Uhr Title:
Dieser Artikel gefällt mir aus philosophisch evolutionärer Sicht sehr gut, nur den letzten Teil mit dem “Klimawandel” finde ich schon wieder ziemlich unnötig. Ist es heutzutage wirklich nötig, ständig über das Wetter zu reden? Wieso nicht einfach nur die Umwelt bewahren im Sinne von nichts zerstören?
Hier mein Ansatz dazu:
http://www.alteknacker.at/2009/11/23/die-berufshysteriker.html
Am 25. November 2009 um 21:35 Uhr Title:
Der beste Artikel den ich bisher hier gelesen habe.
Ich lebe in Afrika und finde vor allem die Aussagen zu Entspannung und Schlaf der Jäger und Sammler interessant. Hier ist der weisse Mann der Homo Faber, der Afrikaner dagegen weiss viel besser, wann es genug ist mit dem Arbeiten. Ich kann mir oft gar nicht vorstellen, wie Menschen regelmässig bis zu 20 Stunden täglich im Bett verbringen können…
Man arbeitet freiwillig, bis das Überleben gesichert ist, mehr Arbeit wird oft als unnötige Quälerei betrachtet. Das bedeutet leider auch: Wenn ich Frau und Kinder aufs Feld schicken kann, wieso soll ich selber gehen? Sklaverei wurde in Afrika praktiziert, lange bevor der weisse Mann auftauchte!