(Deutsch) Waldgärten, Lehmhäuser und Klima-Abo für Nepal


par Hans-Peter Schmidt

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13 Le Responses pour “(Deutsch) Waldgärten, Lehmhäuser und Klima-Abo für Nepal””

  1. Hendrik
    Titre:

    Hallo Hans-Peter,
    wieder ein sehr gelungener Artikel!
    Das Kohle bei Neupflanzungen unglaubliche Ergebnisse erziehlt habe ich schon von begeisterten Praktikern aus Brazilien gehört. Meine Bäume kriegen das auf jeden Fall auch :-)

    Bei dem Satz « Einen anderen Ausweg gibt es nicht », musste ich an Allan Savory denken, der in seinem berühmten TED-TALK genau das Gleiche über sein geniales Beweidungsmanagement sagt. Ich bin der festen Überzeugung das Kohlenstoff besser im Boden aufgehoben ist, sei es nun in Form von Kohle oder Humus, als in Bäumen und dass dies am schnellsten durch ein effektives Weidemanagement erziehlt werden kann, aber Bäume können einen wichtigen Beitrag dazu leisten zum Beispiel als lebender Zaunpfosten und Schneitelbaum zur zusätzlichen « Futterproduktion » fürs Tier und nach abfressen dann als « Futter » für den Kon-Tiki. Insofern ist die Wiederaufforstung ein wichtiger Schritt gerade in Gebieten in denen Bäume wachsen können.
    Grüße, Hendrik

  2. Sibylle
    Titre: Lasst uns gleich beginnen

    Lieber Hans-Peter,
    das ist ein grandioses Projekt. Wäre es nicht möglich, noch bevor alles perfekt geregelt ist, ab sofort (auf eigene Verantwortung) mit dem Klim-Abo zu beginnen? Bitte sei so nett und stelle dazu für alle diejenigen, die sofort damit beginnen wollen, auf die Ithaka-Seite.
    Vielen Dank für eure vorbildliche und durchdachte Arbeit von der die Welt lernen kann. Sibylle

  3. hps
    Titre: Ab sofort: Vorab Klima-Abo

    Liebe Sibylle, um das eigentliche Klima-Abo zu lancieren, möchten wir das System sowohl von der CO2-Berechnungsgrundlage als auch von den ökonomischen und sozialen Faktoren auf ganz feste Füsse stellen und alles nachvollziehbar, transparent und effizient gestalten. Nur so können wir hoffen, ein Modell zu erschaffen, dass von möglichst vielen kopiert werden kann. Auch müssen wir dem eine langfristige verlässliche Grundlage geben, denn zu einen müssen wir garantieren, dass die Bäume über viele Jahre gesund wachsen und schließlich kohlenstoffspeichernd genutzt werden, und zum anderen müssen wir den Waldgärtnern garantieren, dass es dass Abo auch in fünf und zehn und zwanzig Jahren noch geben wird. So wie die Bauern sich verpflichten, die Bäume ein Leben lang zu pflegen, müssten sich die Klima-Abonenten ihrerseits verpflichten, für die jährliche Pflege und Unterhalt ihrer 660 Bäume aufzukommen. Und wir wollen ein System entwickeln, dass jeder Abonnent genau weiss und nachvollziehen kann, wo jeder einzelne seiner Bäume steht und welche Personen sich um sie kümmern. Wir brauchen also noch ein bisschen Zeit, um das alles so gut zu entwickeln, dass es auch langfristig funktionieren wird.
    Trotzdem können wir den Freunden Ithakas schon jetzt, ein Vorab-Klima-Abo anbieten. Es besteht zu den gleichen Konditionen: Mit einem monatlichen Abo von 27 Euro bekommt ihr 660 Bäume in Nepal, die den durchschnittlichen pro Kopf Jahresverbrauch von 10 t CO2 wieder aus der Atmosphäre entziehen und biologisch binden. Wer Interesse hat, schon jetzt einzusteigen und klimaneutral zu werden, melde sich bitte per Email beim Ithaka Institut oder direkt bei mir. Ihr bekommt dann einen Vertrag und mindestens einmal im Jahr ein Bild von Euren Bäumen und der Familie, die sie pflegt.
    Vielen Dank im Voraus, Hans-Peter

  4. Walter Danner
    Titre: Pflanzenkohle vom Holzscheit-Vergaser-Ofen

    Hallo Herr Schmidt,
    Erst mal: Ich finde Ihre Arbeit super. Einfach. Effektiv. Multiplzierbar.

    Eine Frage: Ich habe eine Holzscheit-Heizung für mein Haus. Der Ofen arbeitet nach dem Vergaser-Prinzip. Das Holz kommt aus dem eigenen Wald.
    Es bleibt bei jedem Heizvorgang Holzkohle übrig für das Anheizen bei der nächsten Ladung.
    Jetzt nehme ich immer die Hälfte der Holzkohle raus und verwende sie als Biokohle. Seit Oktober 2015.
    Ist das aus Ihrer Sicht eine taugliche Biokohle?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Mit herzlichen Grüßen

    Walter Danner

  5. hps
    Titre:

    Grundsätzlich können mit Holzvergasern auch gute Pflanzenkohle produziert werden, und es gibt inzwischen einige Hersteller von kleineren Holzvergaseranlagen, die ihre Anlagen auf die Herstellung von Pflanzenkohle auslegen. Es kann bei ungeeigneter Prozessführung aber zu erheblicher Belastung von PAKs und schädlichen Teeren kommen. Bevor Sie die Kohle in größerem Maße in Ihrem Garten bzw. Kompost einsetzen, würde ich Ihnen empfehlen, diese beim EBC akkreditierten Labor (http://www.european-biochar.org/de/laboratories) auf PAK-Gehalte untersuchen zu lassen. Das kostet nicht so sehr viel, und dann können Sie sicher sein.

  6. Sibylle
    Titre: Ab sorfort 660 Bäume pro Kopf pflanzen

    Lieber Hans-Peter,
    vielen Dank für die ausführliche Antwort. Meine Bitte, bevor du wieder nach Nepal aufbrichst: Kontonummer? für die monatliche Überweisung (Dauerauftrag) und Zweckbindung (660 Bäume pro Jahr für Nepal?). Dann können die Freunde Ithakas schon mal beginnen, bevor alle anderen Fragen geklärt und Berechnungen vorliegen.
    Gutes Gelingen und komme gesund wieder heim wünscht Sibylle

  7. Hartmut
    Titre:

    Sehr geehrter Herr Schmidt,
    das Thema mit den kleineren Holzvergaseranlagen interessiert mich, da ich die Idee super finde, dass man zum einen mit dem Holz effizient Wärme für die Beheizung von Räumen produzieren kann und zusätzlich auch Holzkohle zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit.
    Gerade für Landwirte, die oft auf eigenes Holz zurückgreifen können, würden sich dadurch neue Möglichkeiten bieten, die Fruchtbarkeit ihrer Böden wieder zu verbessern, bzw. auch chemischen Dünger einzusparen.
    Können Sie mir dazu einen oder ein paar Hersteller von Holzvergaseranlagen nennen, mit denen so etwas möglich wäre?

    Schon mal ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hartmut Fehler

  8. Boris Previsic
    Titre: Herr

    Sehr geehrter Herr Schmidt
    Ich bin zwar Kulturwissenschaftler, dennoch treibt mich die Frage um, wie man am schnellsten und effektivsten CO2 binden kann. Ich misstraue der CO2-Senke in Form von Bäumen etwas, weil diese ja zunächst wachsen müssen, jederzeit wieder abgeholzt werden können und gepflegt werden müssen. Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Ich finde Aufforstungsprojekte sehr wichtig, sie sollten auch viel mehr gefördert werden.
    DOCH: Wenn ich die absolute Sicherheit haben möchte, dass ich meinen CO2-Ausstoss auf der Stelle und im Verhältnis 1:1 kompensiere, müsste man nicht viel eher für die Kohleherstellung für terra preta oder für Anderes jemanden in Nepal bezahlen? Darum zwei Fragen: 1. Könnten Sie sich vorstellen, dass ihre Bäuerinnen und Bauern in Nepal gegen Entgelt einfach Kohle produzieren und für die Terra-Preta-Produktion verwenden? 2. Falls dies möglich wäre, was schätzen Sie: Wieviel kostet die Produktion einer Tonne Biokohle in Nepal? Durch diese würde ja gleich ca. 2.6 Tonnen CO2 gebunden.
    Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns vielleicht auch einmal andersweitig austauschen könnten. Mit freundlichen Grüssen, Boris Previsic

  9. Volker
    Titre: Herstellung von UrinKohle - was gibt es zu beachten?

    Hallo, gibt es etwas zu beachten bei der Herstellung von Urin-Kohle. Ich habe es selbst bei mir gemacht mit Kuhdung und mich gefragt wann der Sättigungspunkt erreicht ist – bzw, ob man die Kohle superchargen kann. Wird mehrmals verbrannt? also Kohle mit Urin getränkt, dann wieder verbrannt, erneut getränkt?
    Kann ich auch Holz nehmen? (Sie sehen ja die email, würde mich wirklich frauen über eine Nachricht)
    volker

  10. Hans Steck
    Titre:

    Was wurde aus dem Klima Abo
    Die letzten Beiträge sind von 2016

  11. hps
    Titre:

    Das ursprüngliche Klimaabo läuft weiter und die Bäume wachsen mächtig heran. Sie haben Recht, wir sollten rasch einmal ein Update veröffentlichen.
    Neue CO2-Abos haben wir allerdings keine mehr erzeugt, da die genaue Umsetzung vor Ort mit jährlicher Baumkontrolle und Auszahlung doch sehr aufwändig für uns war. Wir wollten vor allem zeigen, wie ein solches CO2-Abo funktionieren könnte, damit kommerzielle Anbieter etwas ähnliches in verschiedensten Ländern einführen.
    In Nepal haben wir aber viele tausende Bäume seit 2016 gepflanzt (siehe hier: http://www.ithaka-journal.net/nepal-direktmarketing-fur-bergbauern?lang=fr) und begonnen Kahlberge zu bewalden (siehe hier: http://www.ithaka-journal.net/aufforstung-kahler-berge?lang=fr).
    Vielen Dank für Ihr Interesse, Hans-Peter Schmidt

  12. hps
    Titre:

    Ja, lieber Herr Previsic, das Einarbeiten von Pflanzenkohle wäre der längerfristige Klimadienst, aber zunächst muss das CO2 ja erst einmal aus der Atmosphäre entzogen werden, das tun die Bäume, wenn die Bäume beschnitten oder letztendlich gefällt werden, kommt die Zeit für die Pflanzenkohle, die aus den Holzresten dann entsteht. Wie das geht, wissen alle Bauern, die in unseren Projekten mitgewirkt haben.

  13. hps
    Titre:

    Das mit dem Tränken und wieder Pyrolysieren ist eine interessante Idee. Energetisch ist es sicher nicht allzu effizient, aber der daraus entstehende Dünger könnte es schon sein.
    Beim Tränken von Holz mit Urin, werden wohl nur wenige Nährstoffe eindringen und viel gleich wieder verdampfen, wenn das Holz pyrolysiert wird. Aber auch das sollte sicher einmal probiert werden. Ich habe beides noch nicht getan, sondern nur die Kohle mit Urin abgelöscht, was sehr gut funktioniert.

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