(Deutsch) Wir haben einen Traum


par Hans-Peter Schmidt

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8 Le Responses pour “(Deutsch) Wir haben einen Traum””

  1. Saladin Paul
    Titre: Wir haben einen Traum

    Sehr geehrte Redaktion
    Ich bin immer wieder erstaunt wie sektiererisch Delinat das CO2 verteufelt. Es scheint ein Modehit, CO2 an den Pranger zu stellen, wobei natürlich der böse Mensch bzw. Autofahrer gemeint ist. Ich habe schon einmal erwähnt, dass gerade 5-7% des CO2 vom Menschen erzeugt werden. Dass das CO2 der Brennstoff der Natur ist scheint niemanden zu interessieren. Nur gut dass die Natur ihre Prozesse selber steuert und zwar einzigartig! Sogar das verfluchte Oel im Golf von Mexiko wird sie wieder in ihre nützlichen Stoffe verarbeiten/umwandeln. Vergessen wir nicht, alles auf diesem wunderbaren Planeten ist NATUR, sogar wir zerstörerischen Menschen gehören dazu!

  2. Schulthess Rosmarie
    Titre: Wir haben einen Traum

    Sehr geehrte Redaktion,

    Es wäre phantastisch, wenn die Bauern mitmachen würden. Wenn ich jedoch sehe, dass es bald nur noch Kühe, Rinder, Kälber ohne Hörner gibt, zweifle ich an der Intelligenz unserer Bauern. Auch bei ihnen geht es nur noch ums Geld, ausser es handelt sich um Bauern, die mit dem Demeter-Label arbeiten.

    Freundliche Grüsse
    R.Schulthess

  3. Werner Kuhnle
    Titre:

    @Saladin Paul:
    Es kann gut sein, daß nur 5 % vom Menschen erzeugt werden, dann sind es in 100 Jahren aber zusätzliche 500 % gegenüber dem vorigen Zustand .. Fakt ist jedenfalls, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre im letzten Jahrhund exponentiell angestiegen ist.
    Sie haben auch Recht mit der Selbst-Steuerung der Natur, aber sie funktioniert halt sehr verzögert und wird voraussichtlich mit vielen Milliarden Toten einhergehen.
    Deshalb ist es richtig und vernünftig, daß die Menschheit selber gegensteuert.

    @Schultheiss Rosmarie :
    Die Intelligenz der Bauern hängt nicht am Demeter-Label..
    Leider sind die Bauern eben auch unserem Wirtschafts-System unterworfen und können – wenn sie nicht sich und ihre Familien ruinieren wollen – nur das machen, was ökonomisch funktioniert; deshalb brauchen wir – außer einem Sinneswandel bei vielen Bauern – va. auch eine andere Landwirtschafts-Politik, die ökologisch verantwortbaren Anbau fördert, anstatt ihn zu behindern.

    Insgesamt meine ich, daß Delinat bezüglich Ökologie und CO2 eher zu vorsichtig ist, also eher zuviel Rücksicht auf die Kunden nimmt, die « nur » mit gutem Gefühl ihren Delinat-Wein trinken wollen und nichts von ökologischen Katastrophen etc. hören wollen ..

  4. Werner Kuhnle
    Titre: Zum Artikel

    Die Darstellung von Ist-Zustand und Zielen kann ich zu 100 % teilen. Allerdings kann ich nicht sehen, wie unter den akt. wirtschaftlichen und politischen Bedingungen diese Utopie realisiert werden können soll.

    Mythopia ist ja bisher « nur » ein Vorzeigeprojekt (das ist nicht abwertend gemeint: solche Projekte braucht es, wenn sich was ändern soll); aber soweit ich informiert bin sind auch Delinat-Winzer in ihrer Praxis noch weit entfernt von diesen Zielen bzw. dem, was in Mythopia geschieht ..

    Mythopia ist vermutlich ökonomisch nicht « selbsttragend », sondern wird von den Erträgen des « konventionellen » Weinbaus bei Delinat finanziert.

    Es ist sicher richtig und wichtig, wenn jeder bei sich anfängt, sein Verhalten und seinen Konsum nach den im Artikel aufgestellten Grundsätzen zu verändern.
    Trotzdem brauchen wir zusätzlich eine Änderung in Politik und Wirtschaft, damit ein Wandel auf breiter Basis (und nicht nur in kleinen Nischen) gelingen kann. Die Logik unseres Wirtschafts-Systems ist jedenfalls mit den im Artikel genannten Zielen nicht kompatibel.

  5. hps
    Titre:

    Es gab auf diesen Artikel eine Reihe von Kommentaren aus dem Lager der sogenannten Klimaleugner, also denjenigen, die den derzeitigen Klimawandel nicht für ein vom Menschen verursachtes Phänomen halten. Um in der Diskussion des Artikels nicht das Kriegsbeil zwischen diesen und jenen auszugraben, haben wir für den herzhaften Disput eine eigene Seite eröffnet. Schauen Sie, falls Sie die Heftigkeit der Andersdenkenden nicht zum Verstummen bringt, mal hier: « Klimawandel ohne Mensch« .

  6. fredi Strasser
    Titre:

    liebe Leute,
    die heftige kontroverse ums co2 wage ich mit einem kleinen vergleich zu ergänzen:
    die hefe im traubenmost findet ihr vermehrungsparadies, nutzt dieses mit exponentiellem wachstum. der natürliche regelmechanismus schaltet sie nun selber ein, die nahrung wird knapper, immer mehr müssen wieder sterben und die vermehrung verlangsamen. und dann wirds eng, sie produziert ja als ausscheidung alkohol (man könnte in unserer menschdenkweise abfall sagen), wie wir wissen, in hoher konzentration schädlich. und wenns kaum mehr was zum fressen hat und die umgebung genug mit alkohol gesätigt ist (etwas povokativ:vergiftet) stirbt sie halt.
    der vergleich zum mensch?
    1. wir hätten eigentlich deutlich mehr intelligenz als die hefezelle…
    2. und die hefe bildet überlebenssporen, sie wird bei nächster gelegenheit dann wieder zum leben erwachen…

    wer für oder gegen co2 diskussionen ist, ich hoff, dass diese zeilen alle zum nachdenken und zum intelligent handeln anregen.
    grüess,
    fredi strassser, piwiweinbauer und somit klimafreundlicher winzer

  7. hps
    Titre:

    Mythopia ist schon selbsttragend und war es auch schon vor der Gründung des Delinat-Institutes, trotzdem haben Sie natürlich Recht, dass ein relativ kleiner Versuchsweinberg nicht denselben wirtschaftlichen Zwängen unterliegt, wie ein Großbetrieb, der ganz anderen Markmechanismen gehorcht. Aber auch was die besten Delinatgüter betrifft, so ist in den letzten beiden Jahren eine beeindruckende Dynamik entstanden – Hotspots werden angelegt, tausende Bäume und Büsche gepflanzt, Dauerbegrünungen angelegt, Spritzmittel reduziert. Diese Dynamik gibt Hoffnung, vor allem auch, weil sie sich für die Güter wirtschaftlich rechnet.
    Änderungen in der Politik freilich sind trotzdem von bitterer Notwendigkeit, um auf breiter Basis den Wandel einzuleiten. So schlagen wir zum Beispiel seit einiger Zeit eine Pestizidsteuer vor – eine Art Strafzoll für die Zerstörung der Ökosysteme und Volksgesundheit. Mit dieser Steuer könnte die Herstellung und Erforschung natürlicher Pflanzenstärkungsmittel (an denen niemand verdient, weil deren Zutaten in der landwirtschaftlichen Nutzfläche selbst gewonnen werden) finanziert werden.
    Kleine Schritte bringen uns den Träumen häufig näher, als das Warten auf große Schritte.

  8. Markus Stöckli
    Titre: Wir haben einen Traum

    Sehr positive Gedanken. Ich denke der Weg in die Zukunft führt wieder zurück zur Kleinräumigkeit, den Kleinbauern den Kleingärtner. Von dort aus muss sich das Gedankengut der Biodiversität wieder weiter nach oben verbreiten in unser Handeln, in die Wirtschaft, in die Politik. Alles fängt klein an! Der Aufstieg beginnt im Kopf und im Herzen. Nicht der Slogan « Geiz ist Geil » bringt uns weiter, sondern das nachhaltige Wirtschaften, wo Respekt und Rücksichtnahme Grundlagen unseres Handelns ist. Wir sind auf dem Weg, gehen wir ihn voller Zuversicht und Hartnäckigkeit.

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