(Deutsch) Biokohle im Weinbergboden – Einfluss auf Nährstoffdynamik und Wasserspeicherfähigkeit – Teil 2


par Barbara Pichler

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3 Le Responses pour “(Deutsch) Biokohle im Weinbergboden – Einfluss auf Nährstoffdynamik und Wasserspeicherfähigkeit – Teil 2””

  1. Jochen Binikowski
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    Wenn ich es richtig verstanden habe wurde bei dem Versuch 20-30 Gramm Holzkohle pro Liter Erde verwendet. D.h. um die oberen 10 cm eines Feldes entsprechend zu versorgen werden 20-30 Tonnen reines Holzkohlenpulver plus Kompost benötigt.

    Wenn eine Tonne Holzkohlepulver z.B. 300 EURO inkl. Transport und Ausbringung kostet sind das alleine schon einmal 6.000 bis 9.000 EURO/Hektar. Gibt es in dieser Beziehung Berechnungen zur Amortisation? Wenn sich das von Haus aus nicht rechnen kann, wer soll dann von diesen Experimenten profitieren bzw. im großen Stil anwenden?

  2. hps
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    Da es bei den Topfversuchen vor allem um den Vergleich verschiedener Kohlen mit und ohne Kompost ging, wurde eine mittlere Kohlekonzentration gewählt. In der Literatur werden Konzentrationen von 5 t/ha bis 140 t/ha in Versuchen eingesetzt. Bei unseren Feldversuchen arbeiten wir derzeit mit Konzentrationen von 10 t/ ha. Das entspricht bei derzeitigen Marktpreisen etwa 3500 Eur / ha, was tatsächlich erst einmal viel klingt. Doch wenn man bedenkt, dass die Kohle nur einmal für die nächsten 500 bis 2000 Jahre eingearbeitet werden muß (bei geeigneter Bodenarbeit), so relativiert sich der Preis. Rechnet man mit einer Amortisierung von 10 Jahren, kommt es zu jährlichen Abschreibungen von 350 Eur pro Hektar, was durch Einsparung von Düngemitteln, Erntezuwachs, bessere Krankheitsresistenz und ausgeglichenere Wasserversorgung schnell erwirtschaftet ist.
    Die nächsten Feldversuche werden auch verlässliche Wirtschaftlichkeitsrechnungen für Landwirte aufstellen lassen.

  3. Jochen Binikowski
    Titre:

    Beim nächsten Feldversuch empfehle ich, ein Kontrollfeld mit wesentlich weniger Holzkohle anzulegen (0,25 bis 1 t/h), dafür aber zusätzlich reichlich Holzasche. Bei unseren Pflanzungen verwenden wir teilverbrannte Reishülsen aus Bäckereiöfen. In diesem Asche/Holzkohle-Gemisch beträgt der Kohlenstoffanteil nur ca. 12-16%.

    Auch würde ich anraten, diese Mischung (nebst Kompost) auf einem weiteren Testfeld zusätzlich zur normalen Düngung mit Kunstdünger auszuprobieren. Bei uns hat das zu einer deutlichen Verstärkung des Kunstdüngers geführt. Wichtig ist nur dass diese zusätzliche Düngung ganz am Anfang der Wachstumsphase erfolgt.

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