(Deutsch) Illegale Pestizidspritzungen in der Schweiz


par Hans-Peter Schmidt

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21 Le Responses pour “(Deutsch) Illegale Pestizidspritzungen in der Schweiz””

  1. P. Porchet
    Titre: Felder des Todes

    Es ist leider noch oft so, dass Gesetze, welche (vermeintlich) die Wirtschaftlichkeit einschränken, nur eingehalten werden, wenn ein Kläger zur Stelle ist, der über die Zeit, die finanziellen Mittel und teilweise auch den Mut verfügt, gegen solche gesellschaftlich gut vernetzten Wirtschaftsbereiche vorzugehen. Ich vermute auch, dass Facts wie die Quote der Krebserkrankungen in den Walliser Weinbaugemeinden in der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt sind.

  2. gottfried
    Titre:

    Wie könnte man extreme Steillagen biologisch bewirtschaften? Pflanzenschutz?

  3. hps
    Titre:

    Da in extremen Steillagen ohnehin die Handarbeit überwiegt, ist die durchdacht biologische Bewirtschaftung auch arbeitsökonomisch von Vorteil. Eine Leguminosebegrünung, die nicht gemäht werden muss, erspart das Auf und Ab mit der Herbizidspritze und Erspart auch das Schleppen von Düngersäcken. Durch die höhere Widerstandskraft der Reben benötigt es weniger Pflanzenschutzmassnahmen (z.B. keine Botrytisbehandlung). Wenn man 6 mal pro Jahr mit der Rückenspritze statt mit Hubschrauber durch die Reben geht, macht dies pro Hektar rund 18 Stunden aus, ist aber billiger als die 3500,00 CHF pro Hektar, die die Behandlung mit dem Helikopter kostet.

  4. Heinz Scholz
    Titre:

    Für mich ein unglaublicher Vorgang. Da werden die in der Nähe befindlichen Menschen und auch Tiere mit den Giftstoffen eingenebelt. Einige Pestizide dürften auch in das Grundwasser gehen.
    Greenpeace hat am 04.02.2010 eine neue Bewertung von Agrargiften in Lebensmitteln publiziert. In der Liste befinden sich 451 Pestizide, die weltweit verwendet werden und gesundheits- und umweltgefährdend sind.
    Die Beurteilung « wahrscheinlich nicht krebserregend » ist nicht in Ordnung, zumal der Kumulations- und Potenzierungseffekt mehrer Pestizide bzw. Giftstoffe nicht beachtet wird.
    Aus diesem Grunde ist ihre Berichterstattung notwendig und nicht zu scharf formuliert.
    Herzliche Grüsse Heinz Scholz

  5. Hubert Pomplun
    Titre:

    Nennen Sie die Dinge weiterhin beim Namen. Jeder Bericht darüber, der die Fakten klar bezeichnet, kann gar nicht so « aggressiv » sein wie es der Vorgang selber ja ist. Von der ewigen « political correctness » gibt es sowieso viel zu viel.

  6. Udo Wendt
    Titre:

    Es ist eine Rücksichtslosigkeit, daß sog. Fachleute, auch unter Berücksichtigung besonderer geografischer Umstände, derartige Pestizidspritzungen zulassen. Man muß froh sein, daß es Kritiker gibt, die diese Mißstände anprangern, zumal es auch um gesundheitliche Gefahren geht. Als Berliner muß ich sagen,  » Dummheit ist nie alle « . Mit besten Wünschen der Einsicht Udo Wendt

  7. Kislig Erich
    Titre:

    Ich bin sehr damit einverstanden, dass solche Machenschaften publiziert werden.

  8. Hansueli Bürki
    Titre:

    Was soll an diesem Artikel aggressiv sein? Aggressiv sind diejenigen, die solches Tun zulassen und ausführen. In diesem Artikel werden « nur » Fakten aufgelistet und diese werden sogar noch mit international anerkannten Publikationen hinterlegt. Solche Missstände müssen unbedingt öffentlich gemacht und angeprangert werden. Dafür gebührt Delinat und dem Projekt Ithaka grosser Respekt und Dank. Bitte so weitermachen!

  9. Köhler Anca
    Titre: Dr. rer.nat.

    Es ist unbedingt notwendig, auf solche Mißstände aufmerksam zu machen. Es ist leider so, dass viele Menschen nur an unmittelbar erfahrenen Wirkungen von Giftstoffen glauben. Da bei Pestiziden sowie bei vielen anderen schädigenden « Errungenschaften » (z.B. Elektrosmog) die Wirkungen individuell verschieden sind und die Folgen sich teilweise erst nach Jahren oder sogar Jahrzenten bemerkbar machen – und dadurch die direkte Ursache nicht mehr bewiesen werden kann – werden eben diese Gefahren nicht richtig wahrgenommen. Es ist wie mit Alter, Krankheit und Tod i.a., eben ein großes Wunder – jeder denkt insgeheim, es trifft ja nur den anderen!

  10. Gert Henning
    Titre:

    Denken diese Menschen, die so etwas anrichten, überhaupt an ihre Nachfahren ? Daran, was sie für eine ( wenig lebenswerte ) Welt hinterlassen ? Ich glaube, so lange die Meinung vorherrscht, « um alles in der Welt Profit zu machen « , so lange wird sich diese Welt nicht ändern…
    Das es mittlerweile fünf vor 12 ( oder schon später ) ist, stört diese Menschen nicht !!! Ich selbst will als Initiator und Betreiber von drei größeren Kita’s meine Gesellschaft (www.kitahimmelblau.de) in eine Stiftung einbringen und stecke alles, was ich damit erwirtschafte wieder in die Kita’s — Was glauben sie wie blöd ich genannt werde, so etwas zu tun, statt Millionen daraus zu ziehen…Persönlich bereichern heisst die Losung, alle die anders denken, müssen doch doof sein … !
    Bitte weiter solche Artikel und dann sollte man die Verantwortlichen, aber auch den Piloten des Hubschraubers anzeigen. Es gibt doch ein Gesetz gegen diese Unverschämtheit, oder ?!
    Weiter so ! Gruß G. Henning

  11. hps
    Titre:

    Eine sehr lebhafte Diskussion und über 30 weitere Kommentare zu dem Artikel über die Pestizidspritzungen durch Helikopter finden Sie im Delinat-Blog (hier)

  12. Jörg Ulli
    Titre:

    Eine intakte Natur, Umwelt und Gesundheit können wir uns nicht oder nur schwer (zurück-)kaufen; wir müssen uns täglich und bewusst mit unserem Verhalten und dessen Umweltverträglichkeit auseinandersetzen!
    Somit bin ich Delinat sehr dankbar, wenn mit aller Deutlichkeit und mit fundierten Fakten solch gravierende Missstände im CH-Weinbau aufgedeckt und angeprangert werden. Die heftigen Reaktionen auf Produzentenseite zeigen ja, dass diese Wahrheit/Offenheit nicht allen so lieb ist…

    Als potentieller Käufer von Produkten habe ich auch als Einzelperson eine gewisse Macht resp. vor allem die freie Wahl, ob ich lieber das etwas teurere Bio-Produkt oder das (nicht immer günstigere geschweige denn bessere) « konventionell » produzierte Erzeugnis erwerben will.
    Einer meiner bisherigen Wein-Lieferanten hat seit kurzer Zeit neu auch BIO-Wein im Sortiment – dies nachdem ich dem Kundendienst unmissverständlich mitgeteilt hatte, dass ich wieder Wein bestellen würde, sofern dieser nach biologischen Kriterien produziert worden sei.

    Es braucht mehr kritische, naturverbunden und ganzheitlich denkende Konsumenten, die den Produzenten « auf die Finger » schauen und somit die Herstellung umweltverträglicher, nachhaltiger Produkte beinflussen können – insbesondere auch durch den Kauf solcher Güter (nicht nur im Genussmittel- oder Lebensmittel-Sektor)!

  13. Astrid Kühne
    Titre:

    Ihre Berichterstattung ist lobenswert, und Sie haben völlig recht, daß man solche Machenschaften eher im weit entfernten Ausland als in der Schweiz vermutet. Zumal die Schweiz hier in Deutschland als vorbildlich gilt, was Umweltschutz betrifft. Zum Thema Krebs: Ich habe meinen überlebt, seit 5 Jahren. Seitdem ist mein Verbrauch an hochwertigen Bio-Lebensmitteln stark angestiegen, aber natürlich ist 100% bio nicht möglich, wenn man arbeitet und sich auswärtig ernähren muß. Mein Wein ist aber 100% Delinat und deshalb 100% bio. Danke, weiter so.

  14. Udo Wendt
    Titre:

    Es ist eine Unverfrorenheit, dass sog. Fachleute derartige Pestizidspritzungen zulassen, obwohl sie die negativen Folgen sehr wohl abschätzen können. Man kann froh sein, dass es mutige Kritiker gibt, die diese Missstände anprangern und auf die gesundheitlichen Gefahren hinweisen. Udo Wendt

  15. Siegfried Sälzer
    Titre:

    Der Artikel besticht durch hohe Sachlichkeit und angemessene Hintergrundinformation.
    Wenn allerdings keine Reaktionen bei den Behörden dadurch hervorgerufen werden, sollten Sie über weitergehende Maßnahmen wie zusätzliche Lobbyarbeit resp. Anzeige nachdenken.

  16. Galgofan
    Titre: Felder des Todes

    Der Artikel ist keineswegs aggressiv. Ich finde ihn eher neutral und fände es sehr gut, wenn mehr darüber berichtet wird, mit welchen Machenschaften nur auf Profit hingearbeitet wird. Die Gesundheit der Verbraucher und somit auch unserer Kinder scheint solchen skrupellosen Menschen völlig egal zu sein.

  17. jörg müller
    Titre: Illegale Pestizidspritzungen in der Schweiz

    UNBEDINGT weiterfahren mit Ihrer aufklärenden Berichterstattung! Leider ist eine weltweite Zunahme von Korruption im Gang (s.Grossbanken, Agrar- + Saathandel usw.)Nennen Sie die Vorfälle weiter beim Namen, ohne jegliche Rücksicht auf diese skrupellosen Machenschaften.
    PS: seit 2 Jahren stelle ich mein ganzes Weinsortiment auf faire BIO-Weine um. Zudem reduzieren wir in unserem HH.den Fleischkonsum auf max. 2x pro Woche, kaufen dann faire Produkte beim einheimischen Metzger. Kommt so nicht teurer, ist aber sinn- + verantwortungsvoller. Auch vermehrt normales Leitungswasser kommt auf den Tisch, ist am neutralsten zu einem feinen Delinat-Wein :-)

  18. Günther Scheffer
    Titre: Pestizidspritzungen

    Der Artikel ist in keiner Weise aggressiv, sondern sachlich und ausgewogen. Allerdings sollte ein solcher Bericht unbedingt mehr Publizität erhalten – die Veröffentlichung allein auf der Homepage ist nicht ausreichend. Eine derartige Information kann Betroffenheit hervorrufen und die ist erforderlich, damit auch diejenigen, die sich mit der Problematik bisher nicht befasst haben, Stellung beziehen können.

  19. Karl-J. Thul
    Titre: Dipl.INg [FH]

    Es ist richtig, dass hier der offensichtlich geduldete Verstoß gegen bestehende Gesetze angeprangert wird. Richtig ebenfalls, dass explizit die Missstände im Wallis angeklagt werden. In den meisten Gebieten, in denen mit Luftfahrzeugen Fungizide ausgebracht werden, wird die Ausbringung extrem überwacht. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung in den Weinbergen der Mosel.

    Mit moderner Technik wie dem Einsatz von abdriftarmen Injektordüsen ist es möglich, die Abdrift auf ein mit bodengeführten geräten vergleichbares Niveau abzusenken.
    In Deutschland ist der Einsatz dieser Technik Pflicht und wird streng kontrolliert.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Es ist mit Sicherheit möglich die Spritzung von Hand durchzuführen, jedoch erfordert dies ca 15-20 Arbeitskraftstunden / ha.
    Dies multipliziert mit mindestens 6-8 Spritzungen ergibt einen hohen Kostenaufwand und große Probleme die Behandlungen zum richtigen Zeitpunkt anzusetzen. Dies ist jedoch notwendig um den Aufwand an Pflanzenschutzmitteln nachhaltig zu verringern.

  20. hps
    Titre:

    Vielen Dank für die Lagebeschreibung von der Mosel.
    Auf Mythopia spritzen wir je nach Steillage 3 – 4 Stunden pro Hektar, aber wir sind auch alle Alpinisten ;)

  21. fredi strasser